Sechstes Kapitel. Heinrich I., Schenk von Remingen (? Castel), neunzehnter Abt (1261-?1284).

Heinrich I. von Remingen folgte Walther II. in der Abtwürde zu Muri um das Jahr 1261. Seine Wahl möchte am 25. oder 26. August d. J. stattgefunden haben; denn das dürfen (I-111) wir aus der oben angeführten Urkunde vom 25. August 1261 schliessen. Dahin deutet auch eine Notiz, welche P. Meinrad Bloch in einem Psalmenbuche des Abtes Christoph von Grüt1 entdeckte2, wornach Heinrich I. 1260 zum Abte ernannt worden sei. Hat dies seine Richtigkeit, so wäre die Ernennung Heinrich's zum Abte von Muri etwa im Herbste geschehen, weil sein Vorgänger, Walther II., noch im August dieses Jahres handelte3, und die Anwesenheit des Kastvogtes, Rudolf IV., mit seinen Verwandten, den Grafen Gottfrid und Eberhard von Laufenburg, und mit dem Abte Walther von Engelberg und mehreren Ministerialen4 am 25. August 1261 zu Muri müsste dann als freundschaftlicher Besuch angesehen werden, wie dieser Vogt auch einige Jahre später, am 16. Mai 1266, wieder nach Muri kam und daselbst die Bitte Ritter Heinrich's von Schönenwerd, dass sein Sohn, Ritter Johann, ein Einsiedler-Erblehen in Ürinkon und Killwangen eintauschen dürfe5, gewährte.

Graf Rudolf IV. hatte sich von 1250-1273 zu einem mächtigen Herrn emporgearbeitet. Ausser Muri ehrten ihn Luzern, St. Michael in Beromünster und Murbach als Kastvogt. Seine Vettern in Laufenburg und auf der Kiburg treten ihm freiwillig oder gezwungen ihre Besitzungen in Willisau, Sempach, Schwyz, Buochs, Stans, Sarnen, im Argau und Thurgau ab6. In den vielen Fehden, welche er wegen Abwesenheit des deutschen Reichsoberhauptes selbst ausfechten musste, war er meistens glücklich, so im Bunde mit der Stadt Strassburg gegen den dortigen Bischof, dann gegen den Abt von St. Gallen, von dem er sogar die Vogtei erhielt, und endlich in der Fehde mit dem Bischofe von Basel. Gerade in das Lager vor den Thoren dieser Stadt schickten ihm die Kurfürsten von Frankfurt aus (1273) die Krone des deutschen Reiches. Die treuen Freunde und Vasallen Habsburgs waren darüber hocherfreut. Darunter befand sich auch der Abt Heinrich I. von Muri, der Sohn eines Schenken von Remingen oder Castel7, (I-112) ein Mann von bedeutendem Wissen, grosser Leutseligkeit und dichterischer Begabung.

Urkundlich begegnet uns Abt Heinrich I. erst am 24. August 1267. Johannes Vicepleban in Sarmenstorf schenkte sein Haus in Bremgarten dem Cistercienserinnen-Konvente in Frauenthal. Der Wohlthäter hatte kein Siegel und ersuchte den Abt Heinrich von Muri um dasselbe. Heinrich nahm dann die Sieglung der Urkunde bereitwillig in Bremgarten vor8. Demselben Kloster siegelte er am 25. November 1269 eine Urkunde in Maschwanden; denn der habsburgische Amtmann Ritter Kuno von Villmergen hatte der Abtissin Udelhildis seine Güter in Zwillikon bei Affoltern um 4 Mark verkauft9. Zum dritten Male erweist Abt Heinrich dem besagten Frauenkonvente seinen Liebesdienst am 29. Dezember 1275. Frau Anna, die Schenkin von Brunegge10, verkaufte mit Erlaubniss ihres Mannes Hezels, Schenk, und ihres Bruders, Heinrich von Iberg11, den Hof Hatwile bei Maschwanden um 22 Mark Silber. Die Urkunde schmücken vier Siegel, und das erste hievon legte Abt Heinrich von Muri an; dann siegelten Walther, der Freie von Eschenbach, Heinrich von Iberg und ihr Gemahl der Schenk von Brunegge12. Die Frauen dieses Gotteshauses besassen noch immer kein eigenes Siegel, und, weil sie einmal unserm Abte Heinrich ihr Zutrauen geschenkt hatten, so ersuchten sie ihn zum vierten und fünften Male um dasselbe. Herr Johannes, Pfarrer in Sarmenstorf, verordnete in seinem Testamente vom April 1279: seine Güter in Sarmenstorf sollen dem Kloster Frauenthal zufallen, mit der Bedingung, der Konvent (I-113) wolle seinen drei Töchtern die Kleider und in Krankheiten die Arzneien zahlen13. Gleichzeitig gab derselbe Pfarrer „almosenweis“ noch andere Güter dem Konvente in Frauenthal. Das Testament siegelten einzig die zwei Äbte von Muri und Kappel, ohne Beiziehung von Zeugen; an die Vergabung hingegen, welche eigentlich schon am 21. Dezember 1276 gemacht worden war, legte mit Abt Heinrich wieder Walther, der Freie von Eschenbach, sein Siegel an14. Endlich zum sechsten Male siegelte Abt Heinrich und mit ihm genannter Walther den Kaufbrief zweier Matten, welche die Frauen um 9 Pfund am 1. September 1279 von Werner Helstab und seiner Gemahlin Elisabeth erworben hatten15.

Ähnlichen Liebesdienst, wie den Nonnen zu Frauenthal, erwies Abt Heinrich auch dem Benediktinerstifte im Hofe zu Luzern. Helstab, ein Ritter, hatte dem Kelleramte dieses Stiftes den Zehenten von seinen Besitzungen in Niederlunkhofen vorenthalten. Ein richterlicher Spruch vom 9. Februar 1271 verurtheilte Helstab, ihn dem Gotteshause zu Luzern gehörig zu entrichten. Der Abt von Muri steht nicht bloss an der Spitze der Zeugen, sondern bekräftigt auch die Urkunde mit seinem Siegel16.

Während aber Heinrich I. das Eigen Anderer zu wahren suchte, vernachlässigte er keineswegs das seines Gotteshauses. Die Zusätze des zweiten unter ihm lebenden Anonymus zu den Aufzeichnungen des ersten Anonymus in den Acta Murensia lassen erkennen, dass die Ökonomie mit gleichem Fleisse und Verständnisse im 13. wie im 12. Jahrhunderte geführt wurde17. Sein Besitz mag nicht unbedeutend gewesen sein; denn im römischen Schatzungsbuche für die Annaten stand Muri im Jahre 1193 mit 100 Gld. gegenüber von St. Blasien mit 113, Pfäfers mit 170. St. Gallen mit 200 und Disentis mit 300 Gld.18

Die Verkäufe der Güter in Islikon und Rattlisberg auf dem Albis unter Walther II. sind ein Beweis der Verbesserung im Haushalte, weil Muri statt derselben näher und besser gelegene Güter von Ritter Peregrin von Villingen19 und Burkard von Barre, (I-114) Schultheissen in Bremgarten, kaufte. – Das Lehen des alten Muri-Eigens Schöntüllon im Dorfe Vispach, Kt. Luzern, gab der Ritter Hartmann von Büttikon am 24. August 1267 auf und Abt Heinrich I. überliess es Jakob von Vispach, Bürger in Zoffikon, als Erblehen um 10 Schilling Zins. Abt Heinrich von Muri und Ritter Hartmann siegelten das Dokument. Am 9. Mai 1285 kam durch Vergabung dieses Gut an St. Urban20. In Dietikon zwischen Baden und Zürich waren Eigen- und Vogtleute der Habsburger dem Kloster Muri zinspflichtig. Abt Heinrich I. überliess sie im Einverständnisse seiner Konventualen am 24. Oktober 1269 dem Kloster Wettingen um 5 Mütt Kernen jährlichen Zinses, solange nämlich diese Leute im Dorfe und im Banne Dietikon oder Schlieren sitzen21.

Unliebsam war für unsern Abt der Streit mit dem Gotteshause Seldenau bei Zürich, und dies um so mehr, weil Verwandte des Kastvogtes, die Habsburger in Laufenburg, ihm gegenüber standen. Am 13. Jänner 1273 musste nämlich Abt Heinrich I. die Erklärung abgeben, Ritter Peregrin von Villingen22 habe seine Güter in Bünzen und Boswil, jährlich zu 48 „Stück“23 geschätzt, dem Gotteshaus Muri verkauft; die Frauen von Seldenau behaupteten aber ihm gegenüber: mit Zustimmung der Grafen von Laufenburg (Gottfrid, Rudolf und Eberhard) seien diese Güter von Peregrin, dem Dienstmanne besagter Grafen, an ihr Kloster geschenkt worden. Die Angelegenheit kam vor ein Schiedsgericht. In dasselbe wählte jede Partei eine bestimmte Zahl Richter. Muri ernannte Rüdiger, Kanoniker an der Propstei in Zürich, und dessen leiblichen Bruder Ulrich, Ritter, wie auch Johannes, genannt von Schönenwerd; die Abtissin von Seldenau erkies Rudolf, Ritter, und dessen Bruders Sohn, Konrad, Clarona genannt, und Heinrich, mit dem Beinamen Stöiri. Hugo, Propst von Embrach, und Konrad von Muri, Cantor daselbst, waren die Obmänner dieses Gerichtes und stellten nachgehends die Urkunde aus. Bevor die Schiedsleute den Spruch ergehen liessen, bestimmten sie, weil der Handel dunkel und verworren: die Partei, welche der Entscheidung und nach einem Monate (I-115) der Mahnung nicht nachkomme, habe den Handel verloren und zahle zwanzig Mark Silber. Das Urtheil lautete: Der Streit hat mit diesem Tage (13. Jänner) ein Ende; die Klosterfrauen von Seidenau geben den Ritter Peregrin von Villingen sammt dem Rechte, welches sie auf dessen Person oder Güter zu haben glauben, dem Abte Heinrich von Muri zu Ehren des hl. Martin auf24, -- was sofort erfolgte; Ritter Peregrin hingegen ist bezüglich der Verfügung über seine Rechte und Güter mit Ausnahme der von Bünzen und Boswil, welche er wirklich veräussert hatte, frei gegenüber den zwei Klöstern Muri und Seldenau; Muri gibt jedoch zum Ausgleich einer wirklich bestehenden Abtretung und Schenkung dem Kloster Seldenau innerhalb eines Monats ein lediges Gut nach der Schiedsleute Gutachten und zahlt, solange Peregrin lebt, jährlich 21 Stück. Nach dessen Tode darf Muri das als Pfand hingegebene Gut entweder austauschen oder um eine von den Richtern bestimmte Summe loskaufen. Die Giltigkeit dieses Spruches ist an die Zustimmung des Bischofes von Constanz, an die des Dompropstes Rudolf in Basel und an die der Grafen in Laufenburg gebunden. Seldenau anerkannte den Spruch am 1. Februar25, und der Bischof von Constanz bekräftigte denselben auf die Bitte der Äbte von Muri und Wettingen26 (vom 3. Februar) am 20. Juni gleichen Jahres. Das Urtheil erging in der Propstei in Zürich27.

Friedlicher war der Handel zwischen Muri und Kappel am 21. August 1279. Letzteres Kloster schuldete unserem Konvente 10 Mütt Kernen jährlichen Zinses und löste seine Verpflichtung mit 16 Mark Silber28. – Das folgende Jahr tauschten am 5. Oktober Muri und die Abtissin von Frauenmünster in Zürich Güter in Birmenstorf und Adliswil am Albis. Das Gut in Birmenstorf, das in den Tausch kam, hatte Ritter Johannes von Schönenwerd als Erblehen der Frauen in Zürich inne29. Die Verhandlung geschah in Muri. Der Zins besagten (I-116) Gutes, die „Güpf“ genannt, gehörte nach Muri, und Abt Heinrich I. hatte denselben vor zwei Jahren (13. Februar 1278) als „Leibgeding“ der Anna30, Gemahlin des Ritters von Schönenwerd, schenkungsweise angewiesen. Dieses blieb der Anna; allein das Lehen von der „Güpf“ in Birmenstorf gab Ritter Johannes auf31 und erhielt statt dessen das Lehen jenes auf Muri übergegangenen Gutes in Adlischwil (20. Sept. 1280)32.

Angedeutete Urkunden geben klar zu verstehen, dass Muri zum Hause der Edlen von Schönenwerd33 wie auch anderer Ritter der Umgebung in guten Verhältnissen stand, und dass Abt Heinrich I. Ehre und Ansehen bei denselben genoss. – Die Jahrzeiten, die unter seiner Regierung gestiftet, und die Vergabungen, welche damals an unser Gotteshaus gemacht wurden, lassen auf eine gute Disciplin im Konvente und auf eine würdevolle Abhaltung des Gottesdienstes schliessen.

Der Priester Arnold, früher Leutpriester in Gersau, später Vicepleban zu Muri, vergabte ein Rebgut in Bellinchon34, und verordnete hiefür in unserm Gotteshaus einen Jahrtag. Abt Heinrich I. bekräftigte die Stiftung mit seinem Siegel am 8. Februar 127535. – Heinrich von Wangen, der in diesen Zeiten öfters als Zeuge auftritt, vergabt am 1. März 1279, mit Einwilligung seiner Gemahlin Adelheidis, seinen Hof „Andermatten“ in Schongau nebst Zehenten in Remerswil und Gundeldingen. Den Hof hatte er bis dahin zum Erblehen von Muri besessen. Dem Konvente machte er die Abhaltung eines Jahrtages für sich und seine Angehörigen, eine Almosenspende an die Armen und eine Weinaustheilung an Hilfsbedürftige in der Woche des Jahrtages zur Pflicht. Er behält jedoch sich und seinen Erben die Vogtei in Rüti, in Boswil und in Lutingen vor, ohne daselbst „Gewalt“, d. h, den Blutbann zu besitzen. Aus dem Speicher in Muri wird ihm und seinen Erben dafür ein Viertel Hafer verabreicht36.

(I-117) Obigen zwei Wohlthätern stellte sich die Stifterfamilie auf der Habsburg an die Seite. Auf dem Friedhofe zu Bremgarten geschah am 5. Juni 1279 die Verbriefung wegen dreier Huben in Waltenschwil, damals zur Pfarrei Boswil gehörend37. Die Huben besass ehemals Hitter Arnold von Waltenschwil. Graf Albrecht IV. von Habsburg, gestorben im Oriente um das Jahr 1241, hatte sie gekauft und hievon zwei Drittheile an Muri und eines an Hermetschwil gegeben. Weil aber dem Ritter von Hohenfels38 diese Güter um 24 Mark zum Pfande gesetzt waren, so löste Burkard von Barre, Schultheiss in Bremgarten, nachgehends diese Summe mit dem Beding, dass er mit seiner Gemahlin und seinen Kindern von besagten Gütern auf Lebzeiten einen Jahreszins geniesse. Nach Burkard's Tode traten seine Wittwe Gertrud und der Sohn Jakob in diesen Genuss ein; zugleich verkauften sie an Abt Heinrich I. zwei Schupossen um zwei Pfund Pfennig und traten die Mühle in Waltenschwil, ein Erblehen des Klosters, dem Abte mit allen Rechten um 10 Pfund Pfennig ab, die Vogteirechte über die Huben und Mühle ausgenommen, wofür dem Sohne und seinen Nachkommen jährlich aus dem Speicher zu Muri ein Mütt Hafer bezahlt wurde39.

Unvergesslich bleibt den Mitgliedern von Muri Ritter Heinrich von Remingen40. Er schenkte nach Angabe P. Anselm Weissenbach's viele Güter an das Kloster Muri, starb 1283 und wurde daselbst beerdigt.

Nicht lange, so folgte ihm in das Grab der vielgeachtete Abt Heinrich I. Die letzte Zeit seines Lebens trübte noch ein Streithandel wegen „Holzhau“ im Walde Bannegg, in der Pfarrei Thalwil. Der Handel wurde gütlich beigelegt (30. April 1283). Die gemachten Bestimmungen für weitere Waldbenutzung sind (I-118) kurz und bündig und können ebenbürtig den heutigen Forstgesetzen an die Seite gestellt werden41.

Wir haben bereits gesagt, dass Abt Heinrich I. dichterisch begabt gewesen sei. Als Beweis hiefür erwähnen wir vorläufig (später Mehreres), dass sein Name in der „Manessischen Sammlung der Dichter aus Schwaben“ Aufnahme fand, dem zugleich der Wappenschild beigegeben ist42. Abt Heinrich erscheint in der Zeichnung als bartloser Mönch in der schwarzen Benediktinerkleidung mit entblösstem und tonsurirtem Haupte; in der Hand trägt er einen goldenen Hirtenstab, vor ihm erscheint ein anderer bartloser Mönch, in einer Stellung, um gerade ein Gedicht vorzutragen. Die Inschrift, welche sich vorfindet, verbreitet Licht über die Vorstellung; sie lautet: „Her Heinrich von der Mure“43. Von ihm kennen wir bis anhin nur das „Morale carmen“ bei Breitinger44.

Der Tod ereilte diesen Abt am 14. Mai, wahrscheinlich 1284. Das Hermetschwiler-Nekrologium hat ihn am besagten Tage in Majuskelschrift. P. Fridolin Kopp preist ihn als einen wahren Menschenfreund, der durch seine Leutseligkeit die Herzen Aller gewann45.


  1. Dieser reg. von 1549-1564.

  2. Sie lautet: „Heinricus abbas Mure, anno domini 1260“ (Archiv Muri in Gries A. I. I.).

  3. S. oben, S. 108.

  4. Herrgott, Geneal. habsb. II., 371.

  5. Arch. Kloster Einsiedeln. – Ist Ürinkon oder Ütikon zu lesen (Geschichtsfrd. XLII., S. 121)?

  6. Kopp, Gesch. II., 2, 595, 596.

  7. P. Ans. Weissenb. (Eccles., p. 145) und P. Bened. Studer (Murus et Antem, IV., 41) nennen Abt Heinrich einen Schenk von Castel. Allein die Schenken von Castel sind nie im Herm.-Nekrol. genannt, während die von Remingen als Wohlthäter und Mitglieder von Muri und Hermetschwil oft vorkommen, wie am 2. Februar: Gertrudis Rimaggin, s. n. c.; am 2. März: Johannes dictus de Remigin obiit; 3. April: Anna Rimaggin; 9. Juli: Petrus, sacerdos, filius Hartmanni dicti de Rimaggun obiit; 2. Aug.: Erkunfridus, filius Hartmanni dicti Rimaggun m. n. c. Dann lesen wir von den Rittern Heinrich und Eppo von Remingen, welche am 15. August 1227 als Habsburger Vasallen erscheinen (Herrgott, Geneal. II., 231, 232). Dem Heinrich von Rimingen sind wir in unserer Geschichte mehrmal begegnet – Remingen ist ein Dorf im Bezirk Brugg, an der Strasse von Rain nach Sulz im Frickthale; Castel eine Burg zwischen Schinznach und Thalheim, im Bezirk Brugg, worauf ebenfalls habsburgische Schenken sassen (Herrgott, Geneal. III, Index).

  8. Arch. Frauenthal; Zapf, Monumenta, p. 142-144. Die Zeugen sind meistens freie Leute: H.(einrich) von Barro (ohne Ritterwürde), Chuono von Meisterschwanden u. s. w.

  9. Arch. Frauenthal; Copie im Arch. Muri in Gries A. I. I.

  10. Bruneck, eine Burg nicht ferne von der Habsburg im heutigen Kt. Aargau.

  11. Ehemalige Burg in der Pfarrei Inwil.

  12. Arch. Frauenthal. Zeugen: Heinrich von Iberg, Ritter, und Johann von Iberg u. s. w. Die Handlung geschah in Mellingen vor dem Hause Peters, des Schultheissen Sohn.

  13. Arch. Frauenthal; Copie im Arch. Muri in Gries A. I. I.

  14. Arch. Frauenthal. Zeugen: Ulrich Hospes, Heinrich Ronno, H. Sacrista, Arnold Rethalo, Rudolph Alant, Werner von Zürich.

  15. Archiv Frauenthal. Die Handlung geschah in Maschwanden. Zeugen: Konrad, der Subprior von Kappel, Peter und Heinrich, die Konventbrüder in Frauenthal u. s. w.

  16. Geschichtsfrd. I., 196, 197.

  17. Solche Zusätze und Ergänzungen bemerkt man Bl. 28 b; Bl. 32 a, b; Bl. 33 a; Bl. 37 a-38 a.

  18. Muratori, Antiquitates, T. V, 332, 875.

  19. Wahrscheinlich das Dorf Villingen im Bezirke Brugg.

  20. Staatsarch, Luzern, ehemals Arch. St. Urban.

  21. Arch. Muri in Aarau.

  22. Neben dem Villingen im Bez. Brugg, Kt. Aargau, war auch ein Villingen bei Affoltern, Kt. Zürich (Geschichtsfrd. XXV., 118).

  23. „Stuck“ (frustrum tritici), ein Kornmass für Bodenzinse. Laut Tagsatzungsabschied vom Jahre 1639 wurden 1 Mütt Kernen, 11 ½ Mütt Roggen und 1 Malter Hafer, jedes für 1 „Stuck“ gerechnet (Argovia XI., 887).

  24. Daraus geht hervor, Ritter Peregrin habe sich nach Seldenau verpfründet und hiefür die schon veräusserten Güter in Bünzen und Boswil nebst andern diesem Kloster angewiesen, wogegen sich die Frauen verpflichteten, für seine geistigen und leiblichen Bedürfnisse sein Leben lang zu sorgen.

  25. Staatsarch. Zürich; Zapf, Monum. anecdot., p. 155. Siegler: Abt Heinrich von Wettingcn, die Abtissin und die zwei Obmänner.

  26. Zapf, Monum., p. 156.

  27. Staatsarch. Zürich; Zapf, Monnm., p. 149-152. Siegler: Hugo, Propst von Embrach; Meister Konrad, Sänger (Cantor) in Zürich; Heinrich Abt von Muri; der Abt von Wettingen und die Abtissin von Seldenau.

  28. Maier v. Knonau, Regesten von Kappel, Nr. 115; Georg von Wyss, Abtei Zürich, Urk. S. 236-237.

  29. Zapf, Monum., p. 169. Zeugen: Walther von Eschenbach, Edler; Hartmann von Büttikon; H.(einrich) von Wangen; Johannes von Rotenburg und Heinrich von Iberg, Ritter und die Räthe der Stadt Zürich.

  30. Anna war eine Tochter des Ritters Bernher von Wile, der urkundlich am 9. Dezember 1260 erscheint, von Niederwil herstammte und in Bremgarten wohnte.

  31. Zapf, Monumenta, p. 161, 162; Georg von Wyss, die Abtei von Zürich, Urkunden.

  32. Daselbst.

  33. Ihre Burg stand in den heutigen Wäldern von Dietikon, Kanton Zürich.

  34. Bellingen im Markgrafenland am Rhein. Dieser Jahrtag wurde am 23. November als „Annivers. de Bellikon“ bis 1885 gehalten.

  35. Arch. Muri in Aarau; Kurz und Weissenbach, Beitr. I., 136.

  36. Arch. Muri in Aarau; P. Aug. Stöcklin, Misc. in Gries; Kopp, Gesch. II., 2, 479; Kurz und Weissenb., Beitr. I., 136 (irrig 1270). Siegler: Rudolf, Bischof von Constanz, Abt Heinrich I. und Ritter Heinrich. Beide Urkunden, von 1275 und 1279, sind in Muri ausgestellt. – Die Wein- und Almosenspendung unterblieb unter Abt Singeisen mit bischöflicher Erlaubniss, der Jahrtag (am 18. Februar) mit päpstlicher Dispens 1885.

  37. Ob diese Urkunde einen Streit löse, wie Th. von Liebenau meint (Adler, Jahrg. XIII.), oder eine friedliche Vereinbarung sei, möge das Publikum entscheiden (vgl. Vorwort).

  38. Hohenfels, eine Burg in Pfalz-Neuburg an der Donau.

  39. Herrgott, Geneal. III., 487, 488 (von den Zeugen fehlt H. Pellifice; statt „D.“ prepositus steht „R.“); Kopp, Vindiciæ Actorum (dieselben Fehler); Kurz und Weissenbach, Beitr. I., 21-24; Quellen zur Schweizer Gesch. III., Kloster Muri, S. 130-133.

  40. Annales, p. 252.

  41. Arch. Muri in Aarau; Copie im Arch. Muri in Gries A. I. I.

  42. Das Feld dieses Wappenschildes ist roth mit schwarzem Querbande von rechts nach links und drei goldenen Sternen in diesem.

  43. Mittheil. von Dr. Hermann von Liebenau.

  44. Breitinger und Bodmer, Zürich, 4°, 1748, S. 36, 37. Ob in dieser Manessischen Mannscripten-Sammlung zu Paris, Nr. 7266, noch fernere Gedichte von Abt Heinrich I. eingeschrieben sind, ist uns nicht zur Kenntniss gekommen. Die vorgenannte Liederhandschrift, die seit dem dreissigjährigen Kriege in Paris lag, kam 1888 wieder in die Bibliothek von Heidelberg zurück (Kathol. Bewegung, 1888, VII., 102 und 103).

  45. Murus et Antem. IV., 41-43.