Zweites Kapitel. Heinrich II. von Schönenwerd, XXII. Abt (1309-1333).

Die Edelleute (nobiles) von Schönenwerd, deren Burg nach einer Urkunde vom Jahre 1307 in dem Walde Honrain zwischen Urdorf und Dietikon, im heutigen Kanton Zürich stand1, waren Vasallen der Habsburger2. Sie hatten im 13. und 14. Jahrhunderte ihre Blüthezeit, und wählten später die Stadt Zürich zu ihrem Wohnsitze. Im dortigen Rathe sassen viele (I-145) Glieder dieses Geschlechtes3. Von ihnen kamen nicht bloss Wohlthaten in die zwei Klöster Muri und Hermetschwil4, sondern auch Söhne und Töchter widmeten sich da gerne dem Dienste Gottes5. Einer dieser Edlen von Schönenwerd, welche in Muri die hl. Profession ablegten, war Abt Heinrich II.

Sein Vater, ein Ritter, hiess Johannes und seine Mutter war die fromme Anna von Wile. Von den Brüdern Heinrich's erscheinen urkundlich Rudolf und Johannes, wovon ersterer sicher im Laienstand blieb6. Gleichzeitig mit Heinrich war noch ein Anderer aus dem Geschlechte der von Schönenwerd Kapitular in Muri, nämlich Rudolf. Er dürfte ein Verwandter des Abtes gewesen sein. Dieser tritt als Zeuge auf am 9. März7 und 5. Juni 13058, am 18. Dezember 1311, wo er zugleich Propst ist9, und endlich am 1. März 1312. Heinrich von Schönenwerd erscheint dagegen vor seiner Erhebung zur Abtwürde nur einmal, am 5. Juni 1305, und zwar unter den fünf genannten Kapitularen als der jüngste. Den Unterricht der niedern Schulen wird er in Zürich und den der höhern Klassen in Muri genossen haben. In Zürich herrschte damals grosse Begeisterung für Poesie10. Auch unser Heinrich möchte davon angehaucht worden sein. Das beweist jenes Bruchstück eines deutschen gereimten Dramas aus dem Ende des 13. oder Anfang des 14. Jahrhunderts, das K. Öhler von Aarau im Jahre 1840 in der Muri-Bibliothek entdeckte11. Doch hievon wollen wir später sprechen; jetzt haben wir Heinrich als Abt im öffentlichen Leben zu schildern.

Für das Wohl des Klosters handelte Heinrich II. das erste Mal am 18. Jänner 1310, indem er mit seinem Konvente ein Gut in „Remerswile“ an die Nonnen in Gnadenthal verkaufte12. Im gleichen Jahre erhielt von ihm am 22. August (I-146) ein Walther Grübler in Bremgarten mehrere Muri-Güter in Wohlen als Erblehen13. Im folgenden Jahre, am 9. November, verkaufte Abt Heinrich an Burkard von Löweneck, Comthur der Johanniter zu Rheinfelden, die Mühle zu Wegenstetten im untern Frickthale14 und erwarb dagegen wenige Wochen darnach (18. Dezember) den Güterantheil, welchen Arnold von Barre, Sohn des Ritters Rudolf von Barre, in Lutingen, Pfarrei Muri, inne hatte. Johannes, Vogt von Schönau, veräusserte seinen Güterantheil, den er durch die Heirath der Agatha von Barre in Lutingen15 erlangt hatte, am 1. März 1312 an das Gotteshaus Muri16. Dasselbe Jahr gestatteten (15. August) Abt und Konvent von Muri dem Hermann von Mulimatten, Bürger in Zürich, seine Besitzungen in Stallikon, die Erblehen von Muri waren, aufzugeben; doch sollen dem Kloster die rechtmässigen Zinsen und der „Fall“ für immer zugesichert werden17.

Einige Wochen früher (21. Juli 1312) veräusserte das Frauenkloster Hermetschwil ein Gut in Schlieren nach Zürich. Es ist das erste Beispiel eines selbständigen Handels dieser Frauen. Der Abt von Muri gibt als „Pfleger“ der Nonnen zu diesem Kaufe nur seine Zustimmung. Vergleichen wir dieses Ereigniss mit dem Inhalte der Urkunde vom 12. Juli 1307, der zu Gunsten der Frauen von Engelberg bezüglich der Leitung ihrer Ökonomie spricht18, so glauben wir den Beweis geleistet zu haben für die Behauptung, das Männerkloster in Muri habe den Mitschwestern in Hermetschwil die Ökonomie mit Vorbehalt der Oberaufsicht um das Jahr 1300 in die Hände (I-147) gelegt. Acht Jahre später (26. Okt. 1320) urkundeten diese Frauen wieder mit Genehmigung ihres Pflegers, des Abtes von Muri. Die vier Zinsherren der Pfarrei Bonstetten im heutigen Kt. Zürich, St. Blasien, die zwei Kirchen zu Bonstetten und Stallikon und das Kloster Hermetschwil lassen die Güter bereinigen. Freie Männer von Bonstetten wurden mit deren Ausscheidung betraut. Die Urkunde, die älteste, welche im Archive der Frauen zu Hermetschwil liegt, besiegelten der Abt Heinrich von St. Blasien, Abt Heinrich von Muri, letzterer als Pfleger der Frauen19, das Kloster Hermetschwil20, Meister Walther von Schaffhausen, Kirchherr zu Stallikon, und Johannes Wolfleibsche, der ältere21.

Auch mit den Frauen von Gnadenthal hatte Abt Heinrich II. ökonomische Geschäfte abzuwandeln. Wie Abt Albert I. (1297) ihnen mehrere Lehen um bestimmte Zinsen gegeben hatte, so ertheilte ähnliche dem besagten Gotteshause Abt Heinrich II. 1315 in Wohlen, Mellingen, Remerswil, Tintikon und in Gnadenthal22.

Dieses friedliche Walten des Abtes Heinrich II. störte Bruder Bernhard, Generalprokurator des Johanniterordens in Deutschland, indem er wegen der Güter in Bellikon unser Kloster in einen Streit verwickelte, den er sogar vor das römische Gericht (1319) ziehen zu müssen glaubte23. Sein Ausgang ist nicht bekannt.

Gleichzeitig veräusserte Muri mehrere Besitzungen und zwar ein steinernes Haus in Zürich, das die Wittwe Mechtild, Gemahlin Heinrich's von Erlibach kaufte24, und zwei Höfe in Ami, Pfarrei Lunkhofen, die an die Propstei in Luzern kamen25. Der Zweck dieser Veräusserungen war, den Maierhof in Bünzen, worauf der Kirchensatz und die Patronatsrechte hafteten, desto leichter erstehen zu können. Der Hof lag nur eine Stunde vom Kloster entfernt und gehörte den Rüsseggern26. Muri kaufte den Hof am 18. Jänner 1321 vom Ritter und Freiherrn Marchward von Rüssegg um 630 Pfd. (I-148) Pfenninge und um 30 Mark Silber. Der Freie behielt sich dort nur seine Eigen- und Vogtleute vor. Sein Sohn Hermann, Pfarrer in Rohrdorf, entschlug sich aller Rechte und Ansprüche auf diesen Hof. Den Kauf veranlassten angelaufene Schulden des Ritters Marchward27 der später auch den Kirchensatz von Rohrdorf in die Hände seines Lehensherrn, des Herzogs Friedrich, zurücklegen musste28.

Die Finanzen des Klosters Muri standen aber nach diesem Kaufe des Bünzner-Maierhofes nicht glänzend. Das folgende Jahr war der Konvent genöthigt, seine Fruchtzehnten in Dietikon an Wettingen abzutreten29 und nach vier Jahren (1325) einen schönen Hof in Auw, nur zwei Stunden vom Kloster entfernt, an die Frauen von Rathhausen zu veräussern30. – Die Inkorporationsbulle des Papstes Johannes XXII. vom 29. April 1325 wegen Einverleibung der Pfarrei Bünzen mit dem Gotteshause Muri gibt den wahren Grund dieser ökonomischen Bedrängnisse zu erkennen – nämlich die andauernden Kriege der österreichischen Herzoge.

Abt Heinrich II. und der Konvent von Muri hatten, um die Inkorporation zweier Pfarrkirchen, von Eggenwil und Bünzen, nachgesucht. Bezüglich der ersten beauftragte der Papst den Bischof Rudolf von Constanz zu untersuchen, ob diese Pfarrei wirklich eine Collatur von Muri sei; die zweite hingegen, welche 10 Mark jährlich abwarf, einverleibte er sofort dem Kloster Muri. Die angegebenen Gründe für diese Gnadenerweisung sind: das Blühen der religiösen Zucht im besagten Kloster, die Ausübung der Gastfreundschaft im hohen Grade, die Spendung reichlichen Almosens, vor Allem aber die fortwährenden Kriege in jenen Gegenden31. Gerade wegen dieser Kriege mussten Abt und Konvent eine grosse (I-149) Zahl Söhne Treuer und Edelgeborner der Herzoge gastlich auf nehmen und verpflegen, wodurch sie sich in eine solche Noth und Schuldenlast stürzten , dass sie zur Befriedigung der Gläubiger und der täglichen Bedürfnisse kaum das nöthige Geld aufbringen konnten32. Der Inhalt dieser Urkunde erklärt auch jene Nachricht, dass in Anwesenheit der Königin Agnes bei der Einweihung der Klosterkirche in Engelberg 132533 hundertneununddreissig Töchter aus adeligen Familien in dem dortigen Frauenkloster den Schleier nahmen34. Deren Väter waren nämlich in den Kriegen gegen die Eidgenossen erschlagen worden, und die verwaisten Kinder fanden in Muri und Engelberg den Lebensunterhalt. Wie Muri erlitt zugleich Beromünster als eine Vogtei der Habsburger grossen Schaden35.

Bischof Rudolf von Constanz mag es schwer empfunden haben, dass der Papst, ohne vorher bei ihm Erkundigung eingezogen zu haben, sofort die Inkorporation der Pfarrkirche in Bünzen gewährte; er liess nämlich obige Bulle während seines Lebens gar nicht in Wirksamkeit treten. Erst dessen zweitem Nachfolger, dem Bischof Ulrich, wagte das Kloster Muri die besagte Inkorporationsbulle wieder vorzulegen, welcher dann, nach Prüfung des päpstlichen Schreibens, am 1. Juli 1346, die Einverleibung der Pfarrei Bünzen gestattete36.

Dagegen wird Bischof Rudolf seinen Bericht über die Collaturrechte in Eggenwil ohne Verzug nach Avignon abgeschickt haben; denn schon am 2. November 1325 theilt der Papst dem Bischofe mit, dass er die Pfarrei Eggenwil dem Tische des Konventes in Muri einverleiben könne37. Derselbe willfahrte den Bitten der Mönche durch ein Schreiben vom 23. Juli 132638.

Allein hiemit war die wachsende Noth nicht beseitigt. Daher sahen sich Abt und Konvent nach zwei Jahren (10. November 1328) gezwungen, den Hof „beim Brunnen“ in der Pfarrei (I-150) Göslikon, worauf der Kirchensatz eben besagter Pfarrei haftete, zu sehr geringem Preise – um 40 Mark Silber, während er 1359 um 60 Mark an die Königin Agnes verkauft wurde39, an Ritter Heinrich Gessler und dessen Bruder Ulrich, Kirchherrn zu Engstrigen (Kt. Zürich), zu veräussern40.

Nach Balthasar's41 Denkwürdigkeiten verkaufte Muri damals noch andere Höfe; denn die Gebrüder von Hünaberg, Rudolf, Rektor der Kirche in Merenschwand, Peter und Gottfrid, Ritter, schenkten am 15. März 1332 einen Hof, den sie um 90 Mark von Muri gekauft hatten, an die Kirche St. Maria in Benziswile.

Mitten in den schweren Arbeiten für die Hauswirthschaft erwies Abt Heinrich befreundeten Nachbaren nicht selten Liebesdienste. Am 2. November 1322 ist er im Kreuzgange des Benediktinerstiftes zu Luzern und siegelt den dortigen Mitbrüdern eine Urkunde wegen Zehnten in Knonau42. Das folgende Jahr hilft er als Obmann einen Streit schlichten, den dasselbe Stift mit Johannes von Göslikon, Kirchherr (rector) in Ottenbach, wegen Neubruchzehnt hatte. Jakob Stör, Propst in Luzern, gab als Schiedsrichter dem Abte Heinrich an die Seite Johannes, Dekan in Cham, und Walther, Kellner in Lunkhofen; der Kirchherr von Ottenbach dagegen führte als Richter herbei Peter, Inkurat, und Heinrich, genannt Rincgemberg, Bürger in Bremgarten43. Unter den Zeugen erscheint nebst Konrad von Seengen, Konventual des Klosters Muri, auch Meister Hermann, Lehrer (doctor puerorum) der Knaben in Muri, wahrscheinlich ein Weltpriester44.

Nach zehn Monaten eilte unser Abt Heinrich II. wieder nach Luzern, um seinem Freunde, dem dortigem Propste, einen (I-151) Dienst zu erweisen, und siegelte dem Maier von Knonau, Rudolf, seine Urkunde wegen erhaltener Lehen in Affoltern45.

Wie Abt Rudolf III. stand auch Abt Heinrich II. von Muri den Frauen von Engelberg hilfreich zur Seite. Diese gaben ihre Güter in Luzern Verschiedenen als Lehen. Neben Abt und Konvent von Engelberg und dem Kirchherrn von Luzern, Kuster von Zürich, siegelte zugleich der Abt von Muri die betreffende Urkunde46. Das Aktenstück ermächtigt, ähnlich wie das vom Jahre 1307, den jeweiligen Abt von Muri, Klagen über säumige Verabfolgung der Zinsen aus Lungern anzuhören und darüber zu richten.

Auch im Religiösen erfüllte Abt Heinrich II. gegen Jedermann seine Pflichten. Als Ludwig von Bayern nach der Schlacht bei Mühldorf (1322) entschieden König von Deutschland war, nahm Muri keinen Anstand, für ihn als solchen am Weihnachtstage d. J. das übliche Gebet zu verrichten47. Es liegen keine Beweise vor, dass Habsburg dies übel gedeutet hätte. Die Königin Agnes zeigte vor- wie nachher dem Hausstifte Muri ihre Gewogenheit, und ein Mitbruder schrieb um das Jahr 1330 in ein Murikalendar48: „Zu wissen, dass Jahrzeit der Herzoge von Österreich in Königsfelden gefeiert wird, wobei die Prälaten gewöhnlich erscheinen, und zuförderst am 1. Mai, König Albert's Ermordungstage“. Hiemit ist deutlich genug ausgedrückt, dass der Abt von Muri öfters im Jahre zu den Habsburger-Jahrtagen nach Königsfelden ging.

Wie für die Ökonomie seines Stiftes und das Wohl Anderer, war Abt Heinrich II. auch für das religiöse Leben seiner Untergebenen besorgt. Seinen Bruder Rudolf von Schönenwerd, der als Laie in Zürich Ansehen und irdische Güter besass, hat wohl er veranlasst, dass derselbe im Kloster Muri für das Volk eine Frühmesse stiftete, und hiefür Güter in Goldbach und an andern Orten am östlichen Ufer des Zürichsees anwies49. Zugleich stiftete Rudolf für sich und seine Eltern zwei Jahrtage und bezeichnete hiefür Güter in Marienhalden und an andern Orten. Der Abt verpflichtete sich, vorher in der (I-152) Klosterkirche eine Kapelle zur Ehre des hl. Apostels Petrus zu bauen50.

Der armen Kapelle in Walaswil, Pfarrei Muri, liess Abt Heinrich noch im letzten Jahre seines Lebens (1333) ein Messbuch auf Pergament schreiben und mit den üblichen Bildern versehen. Die Diebe dieses Buches bedroht der Abt in der Widmung mit dem Banne51.

Diesem Abte voll der Güte bereitete noch das Jahr vor seinem Tode ein Kleriker von Luzern, Johannes ab der Rüse, bittere Stunden. Er beanspruchte nämlich die Einkünfte des Hofes in Wile nahe beim Kloster. Ein Schiedsgericht sprach darüber am 10. Jänner 1332: der Hof gehöre dem Kloster Muri; doch eine Schuposse in Althäusern soll Werner, der Ammann von Muri, haben. Dem Spruche ist noch die besondere Bemerkung beigefügt: wenn der Abt und der Konvent von Muri wegen des Johannes ab der Rüse etwa in Bann oder in der Exkommunikation sein sollten, so mögen sie selbst trachten, die Lossprechung zu erhalten, wozu Johannes seine Zustimmung gebe52.

Die Stunde der Auflösung war für Abt Heinrich II. gekommen. Am 24. April 1333 beschloss er sein verdienstvolles Leben53. P. Benedikt Studer meldet, der Konvent habe als Hinterlassenschaft von ihm das Wappen seines Geschlechtes, einen schwarzen Löwen auf gelbem Felde, erhalten, aber hievon nie Gebrauch gemacht54.


  1. Arch. Wettingen in Aarau; Kurz und Weissenb., Beitr. I., 573, 574. Daher fallen die Vermuthungen und Sagen, die Schönenwerder haben in Werd, einem Weiler der Pfarrei Lunkhofen am linken Ufer der Reuss, gehaust, von selbst dahin (Murus et Antem. IV., 52; Arch. Muri in Gries A. I. I.). P. Anselm Weissenbach (Eccles., p. 149) wusste ganz richtig, dass die Burg der Edlen von Schönenwerd nicht ferne von Lieli bei Oberwil war; er kannte aber auch die Sage von Werd an der Reuss.

  2. Herrgott, Geneal. I., 87.

  3. Vgl. Herrgott, Geneal. zu der Jahren 1243, 1266, 1279 u. s. w.; dann Zapf, Anecd., p. 148 etc. In den Jahren 1280-1321 erscheinen vorzüglich die Ulrich, Johannes und Rudolf von Schönenwerd (Archiv Muri in Gries).

  4. Im Herm. Nekrol. sind drei Schönenwerder als Wohlthäter verzeichnet: Rudolf am 31. März, Rudeger am 5. Juni und Judenta am 2. Dezember.

  5. Im Herm. Nekrol. sind genannt: Rudolf m., am 15. Dezember, Berchta m., am 29. Okt. und Mechtildis m., Kusterin, am 12. November.

  6. Zapf, Anecd., p. 154, 197 (Urk. vom Jahr 1312).

  7. Kopp, Gesch. III, 2, 282.

  8. Arch. Muri in Aarau G, 3. D, 2.

  9. Arch. Muri in Aarau Q, 4. B, 11.

  10. Manessische Gedichtsammlung.

  11. Kurz und Weissenbach, Beitr. I., 223 ff.

  12. Argovia, Jahrg. 1861, S. 191.

  13. Kurz und Weissenb., Beitr. I., 440. Zeugen: Rudolf von Schönenwerd, Propst zu Muri; Herr C.(unrad) der Krieg, Custer zu Muri; Herr Burkart, der Herren Einer des Gotteshauses; Herr Johannes von Sarmenstorf u. s. w.

  14. Arch. Rheinfelden; Reg. im Arch. Muri in Gries.

  15. Lutingen ist nicht das Ludingen im Kt. Luzern, Amt Hochdorf (Rochholz, Aarg., Gessler, S. 8).

  16. Arch. Muri in Aarau. Zeugen: Herr Ulrich von Guttenberg, Ritter; Herr Werner von Wolon, Ritter; Bruder Johannes von Ruda, Priester des Konventes St. Urban; Bruder Friedrich von Hohenrain, Johanniter-Ordens; Herr Rudolf von Schönenwerd; Herr Burkard von Biberstein; Herr Cunrad, der Custer; Herr Chunrat von Luterau; Herr Erkenfrit; Herr Peter von Mellingen; Herr Johann von Rheinfelden, Priester und Konventherren des Gotteshauses Muri; Herr Ulrich von Lüphang, Priester; Herr Ulrich von Frauenfeld, Evangelier; Johannes der Gesseler und Heinrich, sein Sohn u. s. w.

  17. Arch. Muri in Aarau; P. A. Stöcklin, Miscell., p. 34; Monum. Helv. Tug. VI., S. 113 (Hdschr).

  18. Vgl. oben, S. 141.

  19. Die Umschrift des Siegels lautet: „S. HEINR. ABBIS. DE. MVRE“.

  20. Die Siegelunterschrift, so viel bekannt, die älteste, lautet: „S. CONVENTVS. DOMINARVM. IN. HERMOZWILE“.

  21. Zeugen: Herr Wilhelm, Leutpriester zu Birlonstorf; Hr. Johannes Siegbotto, Kaplan der Kapelle St. Michael in der Propstei Zürich; Johannes, Propst von Stampfibach u. A.

  22. Argovia, Jahrg. 1861, S. 192.

  23. Johannitercomthurei-Copialbuch in Rheinfelden vom 13. Jän. 1319.

  24. Copie und Auszug im Arch. Muri in Gries A. I. I.

  25. Rochholz, Aargauer Gessler, S. 15.

  26. Argovia III., 104 ff.

  27. Archiv Muri in Aarau H, 3. D, l. Die Handlung geschah in Zürich. Zeugen: Meister Ulrich , Custer; Meister Marchwart, Schulmeister; Herr Heinrich von Boswile; Herr Jakob Rote, Chorherr der Kirche zu Zürich; Meister Werner von Woloshofen, Chorherr zu Münster; Herr Johannes von Schönenwerd, Ritter etc.

  28. Kopp, Geschichtsblätter II , 268.

  29. Am 20. Juni 1322. Archiv Wettingen in Aarau; Rochholz, Aargauische Gessler, S. 16. Hiebei erschienen als Zeugen: Conrad, der Custer, und Heinrich, der Gessler, Konventualen von Muri.

  30. Staatsarch. Luzern, Abtheil. Rathhausen. Zeugen: Heinrich Gessler, Ritter; Ulrich von Eschenbach und Burkard, der Walker von Luzern.

  31. „verum propter guerras, quæ in illis partibus diutius ingruerunt ac nimiam susceptionem hospitum, quos ex gentibus dilectorum filiorum ducum Austriæ et aliorum nobilium, cum in medio terræ dictorum ducum dictum monasterium consistere dignoscatur, iidem abbas et couventus sustinuerunt, eosque oportet continue sustinere, tantis debitis et paupertatis oneribus est oppressum, quod iidem abbas et conventus nequeunt de suis facultatibus satisfacere“.

  32. Urk. Avignon, III. Kal. Maii (29. Apr.) 1325. Arch. Muri in Aarau; Murus et Antem. III., 82-85.

  33. Egb. Fr. von Mülinen Helv. sacra I., 83.

  34. v. Mülinen, Helv. s. II., 72.

  35. Riedweg, Geschichte des Kollegiatstiftes Beromünster, Luzern 1881, S. 128

  36. Murus et Antem. III., 86-88.

  37. Regest von Dr. von Löher aus dem vatikan. Archiv in der Archival. Zeitschrift V., 267 (Stuttgart, 1880).

  38. Murus et Antem. III., 98-100.

  39. Sie kaufte den Hof von Ulrich Gessler und seinem Sohne Heinrich und vergabte ihn an das hl. Geistspital zu Baden, Kt. Aargau (Archiv der Schweiz. Gesch. II., 40-42.).

  40. Arch. der Schweiz. Gesch. II., 32; Rochholz, Aargauische Gessler, s. 17.

  41. Bd. III., S. 280.

  42. Mit ihm siegelte Walther von Malters, Schultheiss in Luzern (Kopp, Gesch. IV., 1, 304).

  43. Urk. 30. Juni 1323, ausgestellt auf dem Friedhof von Ottenbach (Geschichtsfrd. XX, 163).

  44. Die Reihenfolge dieser Zeugen ist: Friederich, Almosener und Konventual von Luzern, (dann folgt Konrad von Seengen); Ulrich, Pleban der Pfarrkirche in Muri; Johannes, Vicekaplan der Pfarrkirche in Ottenbach; Hermann, Vicekaplan in Lunkhofen; Heinrich, Inkurat in Ottenbach; Johannes von Wile, Rektor der Kirche in Woloswile; Meister Johannes, Rektor der Schule in Luzern; Meister Hermann, doctor puerorum in Muri u. s. w. Dann kommen Laien.

  45. Urk., 8. Mai 1324 (Geschichtsfrd. XX., 164).

  46. Arch. Engelberg, Urk. vom 14. Juli 1326; Kopp, Gesch. IV., 1, 380, 381.

  47. Öffelin (Augsburg, Ausgabe 1763, Bd, I., 737) nennt von der Schweiz folgende Kirchen, in denen für König Ludwig gebetet wurde: Beromünster, Schönenwerd, Münster in Zürich, Rathhausen, Abt und Konvent in Muri, Propstei in Solothurn und eine Abtei in Basel.

  48. Dr. Hermann von Liebenau, Nachweis zu der Lebensgeschichte der Königin Agnes, S. 51.

  49. Arch. Muri in Aarau, Urk. vom 26. Juni 1312, doppelt ausgestellt; Zapf, Monumenta, p. 197.

  50. P. Aug. Stöcklin, Miscell., p. 121-123. Die Urkunde besiegelten Abt Heinrich von Muri und Rudolf von Schönenwerd; der Bischof Gerhard von Constanz bestätigte die Stiftung.

  51. Die Dedikation lautet: „Anno domini M°. CCC°. XXXIII§. Heinricus diuina miseratione abbas monasterii Murensis, dictus de Schœnenwert, proprie salutis non immemor ac sui prouidentia istum librum conscribi iussit sub honore sancti Laurentii patroni capelle in Walaswile. Si quis ipsum alienauerit, nouerit, se anathematis uinculo innodatum“ (Mittheilung von P Gall Morel).

  52. Arch. Muri in Aarau. Die Schiedsleute waren: Magister Johannes Kottmann, doctor puerorum in Const. et Walther, dictus Kottmann Canonicus curiensis. Beide erscheinen im Necrologium curiens. (Wolfgang von Juvalt, Chur 1867, S. 162).

  53. Egb. Fr. von Mülinen, Helv. s. I., S. 108; Necrol.-Hermetisvillanum.

  54. Murus et Antem. IV., 52.