Achtes Kapitel. Inneres Leben und Wirksamkeit der Konventualen in den Jahren 1410-1508.

Die Zeitverhältnisse waren für die Erhaltung der Zucht in den Klöstern Muri und Hermetschwil im 15. Jahrhundert sehr ungünstig: einerseits herrschte das Schisma in der katholischen Kirche, indem drei Päpste regierten, und die Kriege zwischen Österreich und der Eidgenossenschaft anderseits warfen auch den Samen der Zwietracht in die stillen Zellen der Klöster. Dazu kamen noch die lockeren Sitten des sinkenden Adels in den grössern Städten und in den Bädern. Letztere wurden auch von den Mönchen besucht; ja, selbst Klosterfrauen scheuten sich nicht, die nur 6 Stunden von Muri und Hermetschwil entfernten Bäder zu Baden an der Limmat zu besuchen1, was oft zum grössten Nachtheile ihres religiösen und sittlichen Lebens war.

Von solchen grellen Ausschreitungen, wie die Geschichte in diesen Zeilen sie mittheilt, haben wir bereits einige Andeutungen von Muri und Hermetschwil in früheren Kapiteln gemacht. Jedoch hatten wir die Freude, auch edle Züge aus beiden Klöstern, von ihrer Gastfreundschaft, ihrem Eifer im Dienste Gottes, ihrer Nächstenliebe urkundlich zu hören2. (I-258) Nachstehende Zeilen sollen aber die Licht- und Schattenseiten ihrer Mitglieder in ihrem Leben und Wirken uns näher vor Augen stellen. Zunächst führen wir für deren Wandel Zeugschaften Niedergestellter aus dem Priester- und Laienstande an, deren Aussage um so mehr Glauben verdient, weil sie das Gute wie das Schlechte gleichmässig von ihnen angeben.

Wegen der Inkorporation der Pfarrkirche in Villmergen verhörte Abt Albert von Rüti im Jahre 1425 folgende Zeugen3:

Mangold Menger, Pfarrektor in Eich4. Dieser spricht: „Muri sei früher so dotirt gewesen, dass 12 Konventualen sich erhalten konnten. nebst der Hospitalität an Arme und Fremde; allein in den Kriegen zwischen Österreich und den Schweizern wurde es hart mitgenommen. Es hatte ehemals die Kirchen (d. h. oft nur Theile von deren Einkommen) zu Buochs, Stans, Gersau, Risch, Küsnach, Thalwil, Rohrdorf, Stallikon, Gerlikon, Uirikon und andere Besitzungen gehabt, welche wegen der Bauten, des Unterhaltes und anderer Lasten vom Kloster hinwegkamen“. Sodann berührt dieser Zeuge noch die auf Befehl König Sigmund's von den Schweizern gemachten Eroberungen und schätzt die Einkünfte der Kirche und Kapelle in Villmergen 30 Mark Silber. Ferner sagt Hug Ruesperg von Hettlingen, Pleban in Muri, eidlich aus: Muri habe im Kriege zwischen Österreich und den Schweizern viele Besitzungen verloren; darum soll auch der König (Sigismund) die Kirche in Villmergen an Muri vergabt haben. Ein anderer, Johann Merklin5, der bei 10 Jahren Amtmann in Muri gewesen war, erklärt: die Gastfreundschaft sei in diesem Kloster so gross, das einstens in einem Jahre 500 Scheffel Weizen hiefür zum Bäcker gebracht worden seien; dann spricht er von den Kriegen, von einem Zwiste, der unter den Konventualen war (wovon wir bald melden werden) und von dem Verluste vieler Güter, namentlich in jenen Jahren, in welchen die Bauern keine Zinsen und Zehenten zahlten6; schliesslich erwähnt er das Concil in Constanz, die Vorgänge unter König Sigismund, der die Pfarrkirche in Villmergen schenkte, und berechnet die Einkünfte des Klosters jährlich zu 130 Mark Silber. Endlich trat Heinrich von Staffeln,_ Bürger von Bremgarten, auf. Dieser stimmt im Wesentlichen mit den Aussagen Merklin's überein und spricht noch von den Verwüstungen des Landes in den (I-259) Kriegszeiten und von der Kastvogtei, welche die Eidgenossen den Herzogen von Österreich entzogen hatten.

Ausser dieser Gastfreundschaft pflegten die Konventualen mit Fleiss die Bruderschaften. Nach vorhandenen Andeutungen wurden die Bruderschaften der hl. Barbara und des hl. Antonius in der Pfarrkirche zu Muri im 15. Jahrhundert eingeführt7. Die schon im Anfange des 14. Jahrhunderts eingeführte Bruderschaft des hl. Benedikt pflegten unsere Mitbrüder durch Wort und That. So vergabte Herr Heinrich Hilfiker einen Mütt Kernen von einem Gute zu Bibilos (1410)8 an diesen Altar, und Herr Ulrich Junker schenkte (1436) sechs Viertel Kernen für ein ewiges Licht am Altare des hl. Benedikt und für ein gesungenes Amt9. Herr Jakob gab an diesen Altar (145G) einen Gulden jährlichen Zinses und setzte hiefür den „Schürgaden“ der Apotheke „zur rothen Henne“ in der Stadt Zürich als Unterpfand10. Auf dem Altare des hl. Benedikt wurde dann täglich für den Verstorbenen eine hl. Messe gelesen11. Doch die traurigen Zeiten der Reformation hatten der genannten Bruderschaft die Lebenskraft genommen.

Neben diesem Altare des hl. Benedikt waren in der Klosterkirche noch fünf Altäre: der Altar des Titular-„Wirthes“, des hl. Bischofs Martin; der des hl. Michael; der des hl Johann Baptist; der hl. Kreuzaltar und der des hl. Petrus12.

Weil die Väter des Concils in Constanz erkannten, dass der Benediktiner-Orden vielfach erschlafft sei, so verordneten sie 1416, dass die ehemaligen von den Päpsten Innocenz III., Honorius III. u. s. w. anbefohlenen Generalkapitel der Benediktiner wieder abgehalten werden sollten. Unter dem 18. Feb. d. J. liessen die Väter von Constanz an alle Äbte deutscher Zunge den Befehl ergehen, dass sie das folgende Jahr in Petershausen bei Constanz sich versammeln, und bezeichneten zu dem Ende die Präsidenten, den Prediger und die Visitatoren, worunter auch Nichtdeutsche sich befanden. Im besagten Kloster tagten wirklich vom Ende Februar bis 19. März 1417 siebenzig Äbte und 53 Stellvertreter. Nur sehr wenige Klöster hatten (I-260) den Ruf missachtet13. Die in Petershausen vertretenen Klöster sind nach den Bisthümern und Provinzen aufgezählt. Das Bisthum Constanz hatte damals 26 Benediktiner Klöster14. Vorsitzende bei der Generalversammlung waren vier Benediktiner-Äbte, einer aus Frankreich, der zweite aus England, der dritte Sigfrid von Ellwangen und endlich Johannes vom St. Georgenkloster im Bisthum Constanz. Unser Abt Georg Russinger befand sich unter den 70 Äbten. Die Bestimmungen, welche für die Reform auf diesem Generalkapitel gemacht wurden, sind folgende: a. für die nächste Generalversammlung der Abte in Mainz wird der Sonntag „Cantate“ 1418 festgesetzt; b. wer unentschuldigt dabei nicht erscheint, zahlt ein Strafgeld von 40 Gulden; c. jeder Abt hat jährlich den bezeichneten Schatzmeistern 3 Gulden in die gemeinsame Kasse zu entrichten; d. in allen Klöstern werde fleissig der Chor gehalten, und zwar die Mette um Mitternacht, wozu, wie auch zur Vesper, während 1/4 Stunde mit den Glocken das Zeichen gegeben wird; e. die in der Bulle des Papstes Benedikt XII. angeordneten Artikel hinsichtlich des Empfanges der Weihen, wegen der Beicht und monatlichen Kommunion, der Kleidung, der Beseitigung der Linnenhemden15, des Fleischverbotes im Refectorium, der Klausur u. s. w. werden bestätigt; f. Erlassung besonderer Verordnungen: 1. für die Studien in den Klöstern und für die auf Akademien; 2. für Verkäufe und Inventarien und für Rechnungsstellung vor den Konventualen und den Visitatoren; 3. für die Zahl der Mitglieder im Verhältniss zum Klostervermögen; 4. Verbot, unter dem Vorwande besonderer Privilegien zum grössten Verderben der Klöster nur Edelgeborne aufzunehmen. Diese Statuten wurden am 18. März 1417 öffentlich in Constanz vorgelesen, und die Äbte, nachdem sie selben ihre Unterschrift gegeben hatten, eidlich aufgefordert, die Reform in ihren Klöstern durchzuführen. Die Väter des Concils bestätigten diese Bestimmungen am 1. November dieses Jahres und Papst Martin V. am 21. April 1418. Auch König Sigmund belobte durch ein Schreiben vom 17. Jänner 1418 diese Bestrebungen der deutschen Benediktiner16. Aus diesen Grundlagen (I-261) entstand später die sogenannte Bursfelder Congregation der deutschen Benediktiner. Den Namen liehen ihr Johannes von Minden, auch von Northeim genannt, ehemals Konventual des Klosters Rheinhausen, dann Abt von Clus und endlich des tiefgesunkenen Klösterleins Bursfelden in Hannover, und sein noch tüchtigerer Nachfolger daselbst, Johannes Hagen (seit 1439). Ersterer wurde 1417 zum Generalkapitel nach Constanz geschickt, kehrte voll Begeisterung für die Reformdekrete in sein Kloster zurück, und fand einen Gleichgesinnten an Johann Rode, Abt des Klosters St. Matthias in Trier. Dieser hatte 1434 bereits mehrere Benediktinerklöster reformirt, und wurde daher in diesem Jahre vom Basler Concil als Generalvisitator für ganz Deutschland bezeichnet17. Aber schon vor der Aufstellung des Johannes Rode als Generalvisitator wurden die Generalkapitel fleissig abgehalten. Im Jahre 1432 beschlossen die Äbte: a. Genehmhaltung aller Satzungen, welche aus den Kapiteln zu Mainz (1418), Fulda (1420), Trier (1421), Seligenstadt (1422), Würzburg (1424), Erfurt (1426) und Bamberg (1429) hervorgegangen waren; b. bestimmten Nürnberg als nächsten Versammlungsort (1435), und c. stellten Visitatoren auf. Bei der Beiziehung der Visitatoren in den Bisthümern Constanz und Chur wird ausgesprochen: die Äbte (dieser Bisthümer) sollen entweder gemeinsam oder in Abtheilungen ihre Klöster visitiren, mit Ausnahme der Klöster Muri und Engelberg; Engelberg wird vom Abte in Muri visitirt, Muri hingegen visitirt der Abt von St. Blasien18. Endlich erhalten die Visitatoren den Auftrag, ihr Augenmerk auf die Gelübde, den Gehorsam, die Keuschheit, Armuth und Enthaltsamkeit vom Fleischessen zu richten; die Aufnahme eines Bettelmönches in ein Benediktinerkloster verbieten die Äbte unter Androhung der Excommunikation, die bereits aufgenommenen sollen aber entlassen werden; jedoch gestatten sie, eine Pfarrei mit Konventualen zu besorgen, falls selbe dem Kloster einverleibt ist.

Der eingeschlichenen Kälte in der Congregation am Ende dieses Jahrhunderts trat der feurige Johannes Trithemius entgegen. (I-262) Allein im Jahre 1502 konnte er auf einem zu Nürnberg abgehaltenen Generalkapitel der Äbte die unzufriedenen Geister kaum zusammenhalten. Viele Klöster erklärten die Satzungen für allzustrenge. Im Jahre 1506 zählte Abt Johannes noch 75 auf, welche dieselben treu beobachteten, darunter war keines der Schweizer Klöster19. Auf der 33sten Versammlung im Jahre 1509 wurden mehrere Äbte wegen Nichtbesuchung derselben bestraft, eine noch grössere Zahl der Äbte erhielt 1512 aus gleichem Grunde eine verschärfte Strafe. Muri ist nicht unter den Bestraften. Allein die Benediktinerklöster der Eidgenossenschaft achteten schon in den letzten Jahrzehnten des fünfzehnten Jahrhunderts wenig auf die Congregation. Daher wollte diese auf einer Versammlung zu Constanz alle eidgenössischen Klöster reformiren und auf ihre Kosten eine Abordnung nach Rom senden. Wir haben bereits gemeldet20, dass unser Abt Johannes I., als ein gewandter Diplomat und eifriger Eidgenosse, mehr auf den Rath der weltlichen Behörden horchte, als auf die Vorschriften, welche die Congregation 1481 zu Constanz gegeben hatte, und so den Riss zwischen den deutschen und schweizerischen Klöstern beinahe vollständig machte21. Die Congregation konnte auf diese nur in so ferne ihren Einfluss ausüben, als die eidgenössische Tagsatzung dies gestattete, was aber gewöhnlich nur Materielles betraf, wenn nämlich ausgeschriebene Steuern für arme Klöster zu bezahlen waren: Daher wurde Muri 1490 angehalten, an die Summe von 1000 Gulden drei Gulden zu zahlen, und ein anderes Mal hatte es an die 251 Gulden, welche die 25 Klöster des Bisthums Constanz abzahlen mussten, 8 Gulden zu steuern22. Auch in Deutschland wurden die Generalkapitel um das Jahr 1500 nachlässig besucht und das Auftreten Luther's bereitete der Congregation bald den Untergang. Die vorletzte Versammlung fand im Jahre 1521 zu Werd statt, und beauftragte den Abt in Erfurt einen gemeinsamen Studienort für die jungen Religiosen aufzusuchen, – er konnte aber keinen finden; andere Äbte erhielten von ihr den Auftrag, beim hl. Stuhle in Rom (I-263) um Dispens wegen des Genusses der Fleischspeisen nachzusuchen. Nach zwei Jahren (1523) erfolgte dieselbe vom Papste Clemens VII. und zwar aus dem Grunde, weil geeignete, junge Candidaten in Rücksicht der beständigen Fastenspeisen vom Eintritte in den Benediktinerorden abgeschreckt werden23.

Das letzte, 38. Generalkapitel der Bursfelder Congregation war am 10. April 1524 in Nürnberg. Nur 35 Klöster waren dabei vertreten. Aus dem Bisthum Constanz waren der Abt von Weingarten und ein Abgeordneter des Klosters St. Gallen erschienen. Die Bulle der Fleischdispens wurde verkündet und gerne angenommen; die jungen Religiosen forderte die Congregation zum fleissigen Studium der hl. Schrift und zum Kampf gegen den Teufel, die Welt und das Fleisch auf. Die nächste Versammlung sagten die Anwesenden zu Erfurt für das Jahr 1527 an; allein sie konnte wegen des Reformationssturmes nicht mehr gehalten werden. Viele Benediktinerklöster waren von den unglücklichen Zeitverhältnissen entweder in den Abgrund gerissen oder bis in die innersten Fugen erschüttert worden; zu der letztem Klasse gehörte auch Muri.

Wie Johannes von Minden holte sich auch unser Abt Georg Russinger im Jahre 1417 zu Constanz die Begeisterung für die Reform seines Klosters. Allein die Mitbrüder wollten sich von seinem Feuer nicht sogleich entzünden lassen; ja einige derselben überschritten sogar bei der Verkündigung der Constanzer Artikel die Schranken der Besonnenheit und des religiösen Anstandes. Indessen lag der Fehler nicht einzig bei den Konventualen, auch der Abt hatte Ursache zu Beschwerden gegeben. Laut Spruch vom Antoniustag 140224 sollte das Kloster innerhalb der folgenden sieben Jahre gebaut sein, dafür waren dem Abte die Einkünfte von Sursee gänzlich zugesprochen worden. Allein die für Zellen und Schlafsäle nöthigen Gebäude waren selbst 1417 noch nicht vollständig hergestellt. Auf Grund obigen Spruches erschienen Abt und Konvent am 24. November 1418 in Luzern vor den Eidgenossen. Diese sprachen dann nach Anhörung der Parteien: „Die Klosterherren sollen dem Abte, als ihrem Obern, in geistlichen Sachen gehorsam sein; bis zum Mai des nächsten Jahres habe der Abt das „Refenter“ (Refektorium) und „Dormenter“ (Dormitorium) gebaut; dann gehen die Klosterherren sämmtlich zu „Refenter“ und „Dormenter“25, und sie halten und thun, was billig ist; (I-264) keiner gehe aus dem Gotteshause ohne Erlaubniss des Abtes26; der Abt gibt jedoch den Konventherren ihre Pfründen (das betreffende Einkommen), und diese bezeichnen Einen aus ihrer Mitte, der ihnen den Tisch zu ordnen hat27; was jährlich Vorschuss bleibt, das soll ihnen der Abt auf Neujahr jeweilen zur freien Verfügung stellen; fiele es wegen des Hagelschadens in diesem Jahre dem Abte schwer, den Klosterherren ihre Pfründen auszurichten, so soll er das daran Fehlende im nächsten Jahre ergänzen“28. Endlich wurden Abt und Konvent von Schultheiss und Rath in Luzern und von den Abgeordneten der übrigen fünf Orte ermahnt, in geistlicher Zucht freundlich und tugendhaft mit einander zu leben. Abt Georg verlangte eine Abschrift dieses Spruches, welche der Protonotar der Stadt Luzern, Meister Heinrich Biegger, auch ertheilte29.

Um den Streit zwischen Abt Georg und dem Konvente in der Wurzel zu ersticken, wünschten die regierenden VI Orte, dass die Konventualen sich eidlich zum Gehorsame des Abtes und zum religiösen Leben nach den kanonischen Satzungen, mit Ausschluss aller feindlichen Gesinnungen verpflichten. Der Eid wurde wirklich zu Bremgarten am 31. Mai 1419 in Gegenwart geistlicher und weltlicher Herren geleistet und zwar von folgenden Konventualen: von Chunrat Frommherz, Caspar von Moos, Friedrich zum Thor, Johannes Kamber, Hans Gruber, Heinrich Wallensberg, Hartmann Buesinger und Burkard Segiser30. Warum Werner Hilfikon, der 1410 in Muri eintrat und 1425 als Priester und Konventual erscheint, Johannes Recher, ferner Ulrich Junker, der mit Hans Flach noch am 28. Jänner 1430 im Namen des Konventes ein Mütt Kernengeld von einem Waltenschwiler kauft31, nicht sich unter den Schwörenden befinden, ist unbekannt.

Nach Ausgleichung dieses Handels wählten die Konventualen den „Herrn Friedrich zum Thor“, „welcher den (I-265) Tisch ordnen sollte“. Dieser trug nach früherer Übung, im Jahre 1426 den Titel „Propst“32 und wird demnach die Ökonomie zugleich zu besorgen gehabt haben. Die Reformen der Bursfelder Congregation scheinen in Muri erst unter Abt Ulrich Maier im Jahre 1410 Aufnahme gefunden zu haben. Denn seit dem 13. Jahrhundert begegnen wir in diesem Kloster keinem Prior. Aber im besagten Jahre erscheint Hartmann Buesinger wieder als solcher33. Diesem folgte der vielgenannte Herr Ymer von Wyden, und nach ihm kam der gelehrte Ulrich Gumlikon. Als der Tod innerhalb weniger Wochen im Jahre 1480 den Abt und Prior hinweggerafft hatte, so trat neuerdings Ymer von Wyden an die Spitze des Konventes. Dieser überliess besagte Würde dem friedlichen Leonhard von Rott, dem 1507 der kräftige Georg Flecklin von Schwyz folgte.

Mit gleichem Eifer, wie in Muri, suchte Georg Bussinger die Reform auch bei den Klosterfrauen in Hermetschwil einzuführen. Allein trotz wiederholter Ermahnungen öffneten diese dennoch den ankommenden Priestern und Laien die Klausur. Die Ärgernisse blieben daher nicht aus. Wegen des Ungehorsames und unreligiösen Lebens der Frauen wollte der Abt nicht mehr ihr Oberer sein und legte die Gewalt über sie in die Hände des Bischofs Otto von Constanz nieder. Allein dieser befahl ihm kraft bischöflicher Auktorität (10. Aug. 1428), die Frauen in Hermetschwil im Geistigen und Weltlichen zu leiten, sich ihrer zu erbarmen und noch ferner, wie seine Vorfahren, ihnen Vater und Hirt zu bleiben. Zugleich liess der Bischof den Nonnen am 16. Oktober d. J. ernste Worte der Ermahnung zukommen, indem er sie zur Haltung der geschworenen Gelübde und zur Beobachtung der von Bischof Eberhard (1265) ihnen vorgeschriebenen Satzungen aufforderte34. Die Vorschriften, welche im Jahre 1416 die Eidgenossen den Frauenklöstern in Gnadenthal, Hermetschwil und Frauenthal gaben, hatten die Kriegszeiten veranlasst35. Jedoch eine volle, gründliche Umwandlung des innern religiösen Lebens scheinen weder diese, noch die früheren Bestimmungen bei den Frauen in Hermetschwil bewirkt zu haben; denn im Jahre 1487 zeigte sich bei ihnen schon wieder eine grössere Ungebundenheit, die (I-266) eine Zurechtweisung verdiente36. Wenden wir uns wieder zu unserm Abt Georg Russinger.

Er kam dem Ausspruche der besorgten Landesherren fleissig nach und stellte seinen Konventualen die für die Führung eines religiösen Lebens nöthigen Klosterräumlichkeiten her. Eine Urkunde vom 24. November 1425 sagt nämlich: „vor Kurzem seien von den Arbeitern im Kreuzgange grosse Steine aufgedeckt worden“37. Diese Grabsteine verschwanden aber mit der Zeit; denn Marquart Herrgott fügte obiger Urkunde die Bemerkung bei: „Heute (1739) sind diese Gräber nicht mehr vorhanden“. Dasselbe sagte auch Augustin Calmet, der nach Herrgott Muri ebenfalls besuchte38. Indessen können wir nicht genau bestimmen, ob Abt Georg die Einführung der Bursfelder Reform nach Herstellung der nöthigen Gebäulichkeiten zum Abschlusse gebracht habe, oder ob dies erst seinem Nachfolger, Abt Ulrich Maier, gelungen sei.

Die Mitglieder des Konventes waren seit dem Ende des 13. Jahrhunderts bis 1600 sämmtlich entweder Kleriker oder Priester; einem Laienbrüder sind wir in diesen Zeiten nie begegnet39. Bei der Aufnahme eines Mitgliedes entrichteten dessen Eltern oder die Verwandten ein bestimmtes Eintrittsgeld. Nicht selten versprachen diese urkundlich, dem Kloster eine bestimmte Summe oder auch dem Aufgenommenen jährlich ein Gewisses für seine leiblichen Bedürfnisse („Leibgeding“) zu zahlen40. – Die Konventualen erfüllten ihre wichtigste Aufgabe, die Verrichtung des Chorgebetes, grösstentheils fleissig. Nur einmal geschieht eine Andeutung wegen dessen Vernachlässigung oder unandächtigen Abhaltens41. Im Übrigen beschäftigten sich die Mitglieder mit der Ökonomie, wozu eine Kraft nicht immer ausreichen mochte42, zumal für das Gerichtswesen in den Gedingen zu Muri, Thalwil, Wohlen und Boswil. Andere (I-267) Konventualen wurden für die Schule43, andere für das Abschreiben von Büchern44 und wieder andere für die Seelsorge verwendet.

Die Seelsorge war in diesen zwei Jahrhunderten doppelt, innerhalb und ausserhalb der Klostermauern. Die unbeschränkte Seelsorge innerhalb der Klostermauern hatte Papst Engen IV., wie bereits gesagt wurde, dem Abte Georg und seinen Nachfolgern bestätigt. Nachdem man den Grundsatz, der ständigen Seelsorge ausserhalb des Klosters ferne zu bleiben, aufgegeben hatte, wollten viele Gemeinden Benediktiner auf den Pfründen haben. Daher war die Bursfelder Congregation genöthigt, die Seelsorge der Benediktiner durch eine besondere Bestimmung auf die eigenen Collaturen und einverleibten Pfründen zu beschränken. Doch in Muri wurde am Ende des 15. und 16. Jahrhunderts diese Verordnung nicht immer beobachtet45. Indessen entfalteten unsere Mitbrüder in diesen Zeiten zum Troste des Volkes eine bedeutende Thätigkeit auf den Pfründen. Mehrere standen als Dekane an der Spitze des Landkapitels Lenzburg-Mellingen, wie Heinrich zum Thor, Ulrich Gumlikon, Ludwig Summerer und Hugo Acklin46. Ihre hohe Begeisterung für Religion und Kunst legten sie an den Tag, indem sie entweder die Kirchen ihrer Pfarrei neu bauten, wie in Bünzen47 und Wohlen48, oder renovirten, wie in Hermetschwil49 und an andern Orten. Während aber mehrere Klöster es beklagten, ihre Konventualen. auf Pfründen ausserhalb der Klostermauern geschickt zu haben50, fanden wir keine Urkunde, die eine Beschwerde über einen Muri-Kapitularen auf einer Pfründe enthielte.

Dem Eifer für die Wissenschaften traten die innern Wirren wie auch die Kriegs stürme hinderlich entgegen. Diese Wirren und Kriege haben wir bereits in den Zeiten der Abte Georg und Ulrich kennen gelernt. Allein kaum waren diese Hemmnisse beseitigt, so erwachte im Konvente auch die Liebe zu den Studien. Abt Hermann schickte daher Ulrich Gumlikon auf die Universität von Basel (1470)51 und 1473 nach (I-268) Paris. Von letzterer Universität erhielt Ulrich den Grad eines Baccalaureus. Daselbst kaufte er auch für die Bibliothek in Muri die Summa des Pisanus52. In diese Bibliothek kamen damals auch handschriftliche Werke, die von der Zoologie, Astronomie und anderen verwandten Wissenschaften handeln53.

Die Verbindungen, welche Muri unter Abt Johannes I. mit den gelehrten Männern seiner Zeit in Oberdeutschland hatte, wie mit Albert von Bonstetten, Dekan in Einsiedeln, Johann Manz und Jakob von Cham, Pröpsten in Zürich, sind bereits gemeldet worden.

Diese religiöse und geistige Kraft, welche im Anfange des sechszehnten Jahrhunderts in unserm Kloster herrschte, vermochte dem verheerenden Strome der ankommenden Reformation zu widerstehen. Bevor wir aber ihren verderblichen Einfluss, den selbe auf Muri ausübte, in's Auge fassen, werfen wir noch einen Blick auf die Frauen in Hermetschwil.

In der Leitung der Ökonomie hatten diese seit 1300 eine grössere Selbständigkeit erlangt. Die Verleihung der einzelnen Güter und Lebenshöfe lag jetzt ausschliesslich in den Händen der Meisterin und des Konventes54. Nur Abt Georg besiegelte noch 1434 die Heimstellung des Hofes in Rottenschwil55. Das Jahr 1446 brachte infolge neuer Ankäufe einen Zuwachs an Gütern56. Die Gerichtsbarkeit des Dinghofes in Hermetschwil hatte die Frau Meisterin mit dem Konvente inne. Für sie handelte entweder der Ammann von Hermetschwil, welcher den Mai- und Herbstgedingen präsidirte und die Hofleute unter der Linde in der Nähe des Klosters versammelte, oder es leitete diese Gerichte der gerade anwesende Landvogt57. Die wichtigsten Käufe und Verkäufe schlossen die Frauen in diesem (I-269) Zeitraume mit den Herren von Schönenwerd und Seengen ab58. Die Reihenfolge der Meisterinnen dürfte folgende sein :

Agatha Schneider, regierte im Mai 141059;

Klara Trager, regierte von ca. 1412-142960. Unter ihr wurde Hermetschwil als eine Versorgungsanstalt königlicher Günstlinge missbraucht, was auch zum Verfall der klösterlichen Zucht beigetragen haben mag. Heinrich Scherer, Bürger zu Bremgarten, erhielt nämlich für seine Tochter, Guta, durch die Gnade des Königs Sigmund die Anwartschaft für einen leeren Platz (præbendam) im Kloster Hermetschwil. Der dortige Konvent betrachtete die Guta einige Jahre als Mitschwester. Als sie aber zu den Jahren ihres Verstandes gekommen war, und eingekleidet werden sollte, traten die Frauen ihrer Aufnahme entgegen, da sie die „fallende Sucht“ (Epilepsie) hatte. Es erging daher am 28. Dezember 1425 folgender Spruch: „Befällt diese Krankheit wieder die Tochter, dann bleibt sie nur im Kloster, wenn die Mehrheit des Konventes damit einverstanden ist; wenn der Konvent aber in seiner Mehrheit nicht einwilligt, dann versorgt sie der Vater ausserhalb des Klosters unter der Bedingung, dass jener dieser Tochter die jährliche Pfründe und die betreffenden Gefälle zu geben schuldig ist, ausgenommen „Watschar“61 und was von den Jahrzeiten kommt“62.

Ähnliche Beispiele einer Pfründeverleihung zu Gunsten einer Klosterfrau durch einen deutschen König werden wir in der Eidgenossenschaft wenige finden.

Auffallend ist aber, dass der sonst kräftige Abt Georg von Muri, der die Freiheiten und Rechte des Klosters Hermetschwil aus Pflicht schützen sollte, sich als Schiedsrichter in dieser Sache hergab, und mit seinem Konventherrn, Werner von Hilfikon, wie auch mit Albert Alber, Notar in Bremgarten und Priester, oben erwähnten Spruch ergehen liess63. Auf den Abt mögen wohl politische Gründe grossen Einfluss ausgeübt haben: um möglicher Weise durch König Sigismund die Habsburger wieder als Landesherren zu erhalten, und durch seine Hilfe die Collatur der Pfarrei Villmergen zu gewinnen. (I-270)

Auf Klara folgte in der Würde einer Meisterin (1429 bis 1463) Agnes Trüllerey. Sie gehörte zu dem ehrenhaften Geschlechte der Trüllerey in Aarau. Agnes eiferte für die neue Klosterordnung64, regelte und erweiterte die Ökonomie, erlangte von den Eidgenossen die Zwingherrschaft65, vermehrte auch die „Bücherei“, liess 1441 ein neues Nekrologium, das heute noch von den Frauen gebraucht wird, anfertigen und brachte bei ihrem Tode verschiedene Vergabungen an das Kloster66. Ihre Nachfolgerin, Sophia Schwarzmurer (1463-1489) stammte aus Zürich und lieh 1489 einem Gautier im Kanton Freiburg (Greyerz) 1000 Gulden. Die Erben des Herrn Gautier wollten diese Schuld nicht anerkennen und mussten 1547 gerichtlich dazu angehalten werden67.

Anna Gonin, welche als Meisterin von 1489 bis circa 1493 regierte, löste das „Haller- und Schillingsgeld“ ab, das die Frauen fast von allen Häusern in Bremgarten bezogen, und führte sehr fleissig die Lehensbücher68. Veronika von Hettlingen, die von 1493-1507 die Frauen von Hermetschwil leitete, sorgte mit Ernst und Umsicht für die Ökonomie. Sie erscheint das letzte Mal am 22. Februar 1507 in einem Lehensbriefe als „Fronegg von Hettlingen“69. Von diesem Jahre an verschwindet jeder Fleiss in der Führung der Hausbücher, und die Zeiten des kommenden Niederganges in der Einhaltung der klösterlichen Zucht und Ordnung machen sich stark bemerkbar70.


  1. Theod. v. Liebenau, Gesch. des Klosters Königsfelden, S. 110, 111. - Im Jahre 1415 verkaufte Anastasia von Hohenklingen, Abtissin von Zürich, den Maierhof zu Stadelhof, um aus dem erlösten Gelde eine Badefahrt bestreiten zu können. (D. Hess, Badefahrt, S. 135).

  2. Vgl. Urkunden vom 17. Juni 1415, 10. Aug. 1428, 12. Februar 1430, 18. Okt. 1431, 1.-10. Mai 1439, 25. Mai 1442 etc. (Archive Muri in Aarau und Gries u. a. O.).

  3. Archiv Muri in Aarau.

  4. Geschichtsfreund XVIII., 99, 100.

  5. Dieser möchte Bürger zu Bremgarten gewesen sein (Vgl. Argovia VIII, 162).

  6. Vgl. oben, S. 168, 169.

  7. P. Ans. Weissenbach, Eccles., p. 412.

  8. Archiv Muri in Aarau I, 4. G, 1.

  9. Eccles., 311. 319. Der Stifter setzte eine Strafe fest, wenn das Licht nicht angezündet oder das Amt nicht gehalten werde. Im Jahre 1631 war die Stiftung schon erloschen.

  10. Eccles., p. 312.

  11. Altes Jabrzeitbuch in Muri.

  12. P. Ans. Weissenbach, Eccles., p. 314.

  13. Handschr. im Kloster Einsiedeln; Annales Hirsaug. Joh. Trithemii II., 347, 348.

  14. Joh. Trithem. nennt Muri unrichtig ein Kloster des heil. Gregor (daselbst).

  15. Die Muri-Konventualen hatten bis 1841 grösstentheils nur Hemden von Wolle. P. Bernard Lüönd trug noch bei seinem Tode (15. Nov. 1871) das wollene Hemd aus dem Kloster Muri auf seinem Leibe.

  16. Archiv Muri in Gries (Tractatus de Congregationibus, Msc. p. 56., 61). Im Jahre 1422 wurde ein wichtiges Generalkapitel O. S. B. zu St. Maximin bei Trier abgehalten, wobei 57 Äbte aus den Diöcesen Cöln, Trier, Utrecht, Lüttich, Verdun, Tull und Münster erschienen, treffliche Satzungen machten und vorzüglich die Visitationen und die Enthaltung vom Fleischessen einschärften (Studien O. S. B. Jahrg. VIII., Hft. I., S. 87. ff.).

  17. Tractatus de Congregationibus; Miscell. p. 56 ff.; Hergenröther, Kirchengeschichte, Ausg. 1877, S. 154; Julius Evelt, die Anfänge der Bursfelder Benediktiner-Congr., S. 15, ff.; Studien der Benediktiner, Jahrg. VI., S. 282 ff.

  18. P. Aug. Stöcklin (Miscell. p. 5) hat hier eine Unrichtigkeit.

  19. Leukfeld Johann Georg, Antiquitates Bursfeldenses, pag. 49, ff.

  20. S. oben, S. 230 ff.

  21. Diesen grossen Einfluss der weltlichen. Machthaber in geistlichen Dingen sehen wir damals auch in Deutschland. Die Klöster gewöhnten sich an solche Befehle der Landesherren, welche nur die Klosterordnung betrafen, und desshalb fehlte es den Äbten in der Reformationszeit im Kampfe gegen die von der Regierung vorgetragenen Irrlehren meistens an principieller Schärfe (Studien, VIII. Jahrg., S. 469).

  22. Tractatus de Congregationibus, Handschr. in Gries, p, 77, 81 ff.

  23. Tractatus de Cougreg., p. 82, 83, Handschr. in Gries.

  24. S. oben, S. 190, 191.

  25. Das Communleben war in Muri somit wohl seit langem nicht mehr üblich.

  26. Der weltliche Gerichtshof schreibt somit die Klausur vor.

  27. Der Konvent sollte demnach den Küchen und Kellermeister frei wählen können.

  28. Darin lag eigentlich das Verderbliche des Pfründwesens, dass den Konventualen ein Recht auf einen bestimmten Theil des Klostereinkommens zugesprochen wurde.

  29. Staatsarchiv Luzern, Rathsbuch III., 56 a; Eidgen. Abschiede I., 209, 210.

  30. Arch. Muri in Aarau; P. Ans. Weissenbach, Eccles., p. 166. Ulrich Holzach ist wahrscheinlich seit 1410 gestorben.

  31. Stöcklin, Miscell., p. 139. Die Fertigung des Kaufes geschah in Hermetschwil.

  32. Stöcklin, Miscell., p. 274.

  33. P. Aug. Stöcklin, p. 143.

  34. Archiv Muri in Aarau H, 4. A, 2; P. Aug. Stöcklin, Miscell., pag. 32.

  35. Eidg. Absch. II., 197.

  36. Eidg. Absch. III., 1, 268.

  37. Marq. Herrgott, Geneal. III., 817.

  38. Diarium Helveticum, Einsiedeln, 1756, S. 21.

  39. Vgl. den beigegebenen Katalog.

  40. Nach einer Urkd. vom 6. März 1501 bitten Hans Rudolf Segenser und Johanna, geborne von Ringoltingen, gesessen in Mellingen, Abt und Konvent von Muri ernstlich, Itel Hans Segenser, ihren Sohn, in's Kloster aufzunehmen, indem sie jährlich 6 Gulden oder das entsprechende Kapital, 120 Gulden, zu zahlen versprechen.

  41. Eidg. Absch. III., 1, 268.

  42. Die Rodel, Urbarien etc. von Muri und Hermetschwil geben zu erkennen, dass im 14. und 15. Jahrhundert verschiedene Hände thätig waren (Archiv Muri und Hermetschwil in Aarau).

  43. Nach den Hermetschwiler Rodeln etc. kamen öfters „Schüler“ aus Muri und baten die Frauen um eine Unterstützung.

  44. Einige Reste befinden sich in der Kantonsbibliothek in Aarau.

  45. Vgl. den beigegebenen Katalog.

  46. Meng, Landkapitel Mellingen, S. 56-85, und Arch. Muri in Gries.

  47. Pfarrlade Bünzen.

  48. Archiv Muri in Gries.

  49. Archiv Muri in Gries.

  50. Gerbert, Hist. n. silvæ II., 290.

  51. In der Matrikel der Universität Basel vom Jahre 1470 heisst es nämlich: „Frater Vlricus Gamlikon, conuentualis Monasterii in Mure, VI b“. Sechs Schillinge waren die gewöhnliche Einschreibungsgebühr auf den Universitäten (Th. v. Liebenau).

  52. P. Aug. Stöcklin, Miscell., p. 276. Unter Pisanus wird die casuistische Summe, Pisanella genannt, verstanden sein; sie wurde im Jahre 1338 von dem Dominikaner Bartholomäus a St. Concordia, Doktor des kanonischen Rechts zu Pisa, verfasst (Wetzer und Welte, alte Ausg. II., 406). Das angekaufte Buch steht heute in der aargauischen Kantonsbibliothek (Kurz, Katalog, Aarau 1857, Bd. I., 105, 106).

  53. Astronomia etc., geschrieben um das Jahr 1480 (vgl. Muri-Handschriften in der Kantonsbihliothek zu Aarau).

  54. Vgl. Lehensrodel und Urk. im Archiv der Frauen.

  55. Dieser Hof war im 14. Jahrhundert ein Dinghof und theilte sich später in vier Höfe: a) in die zwei untern (Fahr und Stegen) und b) in die zwei ohern (Maier- oder Zwinghof und den Kellerhof).

  56. Archiv der Frauen.

  57. Archiv der Frauen.

  58. Arch. der Frauen.

  59. Archiv der Frauen von Hermetschwil in Aarau.

  60. Argovia VIII., 73.

  61. „Watschar“, Einkommen besonderer Stiftungen für das Beten der Seelenvesper (Vigilien) etc.

  62. Archiv Muri in Aarau und Archiv der Frauen.

  63. Als Zeuge erscheint: Rudolf Koch, Kammerer und Leutpriester in Eggenwil.

  64. Eidgen. Absch. II., 197.

  65. Arch. der Frauen. Vgl. die Lehensrodel u. s. w.

  66. Arch. der Frauen.

  67. Daselbst.

  68. Argovia VIII., 120; Archiv der Frauen.

  69. Argovia VIII., 74.

  70. Archiv der Frauen.