Zweites Kapitel. Ambros Bloch, XLVIII. Abt (1816-1838).

Ein Kapitelsbeschluss vom J. 1810 verlangte: Der Tod eines jeweiligen Abtes bleibe so lange geheim, bis die Kapitularen über folgende Fragen sich ausgesprochen haben: a. Ob die vom verstorbenen Abte mit Aemtern betrauten Kapitularen und Laienbrüder darin verbleiben sollen? b. wann und wie das Leichenbegängniss zu halten sei? c. wann der Wahltag eines neuen Prälaten? und d. wer als Präses für diese Wahl, als apostolischer Notar u. s. w. einzuladen? –: Demnach bestimmte das Kapitel zunächst den 16. Oktober als Wahltag und ersuchte die Aebte von Einsiedeln und Rheinau, wie auch den Internuntius Cherubini, bei der Wahl das Präsidium zu führen; dann war das Kapitel besorgt, dass nicht der Nuntius widerrechtlich das Examen des Gewählten, wie das verflossene Jahr in Fischingen, (II-385) für die Bestätigung vornehme, jedoch wollte es dem päpstlichen Nuntius das Bestätigungsrecht gewahrt wissen.1 – Das Verhalten der aargauischen Regierung dieser Abtwahl gegenüber verdient wieder alle Anerkennung. Sie ernannte zwar den Appellationsrichter Johann Ludwig Baldinger als ihren Commissär, bemerkte aber in dessen Begleitschreiben: Es liege in ihrem bestimmten Willen, dass das bisher bei dergleichen Anlässen übliche Geschenk von Seite des Klosters unterbleibe, indem der Commissär vom Staate entschädigt werde und beauftragt sei, anderwärtige Geschenke und Entschädigungen abzulehnen.“

Das Kapitel wählte zu seinem Abte Ambrosius Bloch, Professor der Theologie und Philosophie.

Die Landesregierung anerkannte den Gewählten, versicherte ihn ihres besten Wohlwollens, versprach dem Kloster ihren Schutz und nahm dafür 400 Frk. als „Confirmationsgeld“ vom Abte in Empfang.2

Unter den vielen Gratulanten erschienen auch die Aebte von Wettingen und St. Urban, mit denen Muri in gutem Einvernehmen stand. Fürstabt Pankraz von St. Gallen, welcher damals in Art, (Kt. Schwyz) weilte, drückte dem Neugewählten ebenfalls seine Freudengefühle aus und hoffte, „bald nach Muri kommen zu können“, um dort zu wohnen. Wenige Wochen nach der Wahl (10. Nov.) erfolgte die Benediktion des Erkorenen.

Abt Ambros stammte von einer achtbaren Familie in Oensingen, Kt. Solothurn, ab. Sein Geburtstag war der 11. Dezember 1768.3 Die wissenschaftliche Bildung genoss er im Kloster Muri; weihte sich Gott am 22. Mai 1791 durch die hl. Profession und erlangte am 15. Juni 1793 die Priesterwürde. Der junge P. Ambros zeigte grosse geistige Anlagen und hatte sich in kurzer Zeit bedeutende Kenntnisse in den verschiedenen wissenschaftlichen Fächern erworben. Daher bestieg er bald im Kloster die Lehrkanzel der Philosophie und Theologie. Dazwischen versah er abwechselnd das Amt eines Archivars und Bibliothekars. In letzterem Amte erwarb er sich in weitern Kreisen einen Namen. Als die junge aargauische Regierung die ansehnliche Bibliothek des Generals Zurlauben, des letzten männlichen Sprossen dieses berühmten Zugergeschlechtes, von seinen Erben, Elisabeth Dürler und Josephs Honegger, im J. 1803 für 19,072 Frk. angekauft hatte, richtete das Finanzdepartement (19. Jän. 1804) an das Kloster Muri die (II-386) Bitte, seinen Bibliothekar nach Aarau zu senden, um die Verifikation der angekauften Bücher (bei 12,000 Bände) vorzunehmen. P. Ambros verreiste nach wenigen Tagen (25. Jän.) dahin und löste seine Aufgabe zu voller Zufriedenheit der Regierung.4

Eine besondere Vorliebe besass P. Ambros zu den lateinischen Klassikern. Die Gedichte Virgil's und des Horaz hatte er vollständig im Gedächtnisse; neu angekommene Studenten mussten hierin oft eine scharfe Prüfung bestehen. Seine Hauptkraft zeigte er in der Kanzelberedsamkeit; daher war er ein gesuchter Ehrenprediger. Einige seiner Vorträge erschienen im Drucke;5 wenige sind noch schriftlich vorhanden.6 Mehrere seiner Reden schickte er als Abt handschriftlich an Johann, Bischof von Evara, nach Rottenburg, der seinen Dank am 18. Dezbr. 1824 also ausdrückt: „Ich freute mich in Euer Hochfürstlichen Gnaden nicht nur den durch Frömmigkeit und Tugend geschmückten Fürstabt, sondern auch den würdig bekannt gewordenen Redner persönlich kennen zu lernen. Die schönen Reden, womit Hochdieselben mich beehrten, habe ich in meiner besondern Sammlung der Früchte deutscher Beredtsamkeit aufgestellt.“ In Anbetracht dessen, erlaubte ihm der Nuntius (1809), verbotene Bücher zu lesen und hob zugleich seine Tugenden, seinen Eifer und seine Verdienste für die katholische Religion hervor.

Generalvikar Göldlin legte, wie früher, auch unter Abt Ambros seine Gewogenheit dem Kloster Muri durch Erweisung verschiedener Gefälligkeiten an den Tag, welche dieses mit Dank zu erwiedern nicht unterliess.7

Als ein Freund der Wissenschaften richtete Abt Ambros sein Augenmerk zunächst auf die Hebung des Gymnasiums. Demselben wies er mehr Professoren zu, als ehemals üblich war, und gestattete ihnen, damit sie Zeit für die nöthigen Studien gewännen, einzelne Ausnahmen in den klösterlichen Uebungen. Zufolge eingereichter Bitte des Präceptors, erlaubte er es gerne, dass die Konviktisten von den alten, unpassenden Räumlichkeiten in den Neubau versetzt wurden, und liess für selbe bequemere Einrichtungen machen. Dadurch war auch die Möglichkeit vorhanden, eine grössere Anzahl Studenten aufnehmen zu können. Für die Hebung der mathematischen Studien, der griechischen Sprache und der naturhistorischen Fächer trug (II-387) der 1819 mit P. Columban nach Muri übersiedelte Fürstabt Pankraz von St. Gallen nicht wenig bei.

In dem eben genannten Jahre erschienen in Muri Abgeordnete der wissenschaftlichen Gesellschaft deutscher Geschichte des Mittelalters, Dr. K. Dümge, Archivrath von Baden, und Mone, Professor der Geschichte in Heidelberg. Abt Ambros empfing sie mit grösster Zuvorkommenheit und liess ihnen alle damals in Muri liegenden Geschichtsquellen aus der Bibliothek und dem Archiv vorlegen. Zum Danke hiefür ernannte die Gesellschaft ihn (18. Dezbr. 1819) zu ihrem Ehrenmitgliede. Die Aufnahmsurkunde ist in klassischem Latein geschrieben, wie auch die Antwort, die sie dem Abte auf sein Schreiben vom 20. April 1820 am 1. August dieses Jahres ertheilte.8

Fürst Pankraz hegte schon 1816 den sehnlichsten Wunsch, in Muri seine bleibende Wohnstätte aufzuschlagen. Allein der Kleine Rath des Kantons Aargau, liess durch den Regierungsrath Karl v. Reding, dem Abte Gregor von Muri (8. Aug. 1816) in einem vertraulichen Schreiben mittheilen, dass er des Fürsten Uebersiedelung nach Muri in Rücksicht auf seinen Mitstand St. Gallen nicht gerne sehe.9 Pankraz nahm desshalb Wohnung bei seinem Mitbruder P. Sebastian Enzler, damals Pfarrer in Art. Hier lebte er ruhig und still, weithin als ein Vater der Armen und grosser Wohlthäter gerühmt. Da die letzten Hoffnungsstrahlen wegen der Wiederherstellung des Klosters St. Gallen in Folge der Verhandlungen wegen Gründung eines Bisthums daselbst (1816-1824) immer mehr schwanden, ergab sich der Fürst ganz in den Willen Gottes. Die Einladung, den Abt Ambros in Muri zu benediciren, glaubte er seiner Zeit aus dem Grunde abschlagen zu müssen, um dem Neugewählten „bei gewissen Personen keine Unannehmlichkeiten zu bereiten“.10 Sogar eine Versammlung der Aebte der Schweizer-Benediktinercongregation wollte er aus ähnlichen Gründen nicht besuchen. Indessen stiftete er, um das Andenken an jene Männer, die sich um das St. gallische Stift und Land verdient gemacht hatten, für die Zukunft wach zu erhalten, mehrere Anniversarien, oder kirchliche Gedächtnisstage. Die Hilfsmittel hiezu boten sich in den durch den Wienercongress ihm angewiesenen (II-388) Pensionsbeiträgen. Diese waren vom 1. Jänner 1815 bis Ende Juni 1819 nebst andern hinzugekommenen Geldern auf 48,000 alte Schweizer Frk. angewachsen. Diese schied er durch eine Urkunde, ausgestellt in Art am 1. Juli 1819, in acht gleiche Theile aus und wies die Stiftungsfonde von je 6000 Frk. den Hauptorten der katholischen Kantone Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden (ob und nid dem Wald abwechselnd), Zug, Freiburg, Appenzell I.-Rh. und Wallis durch besondere Urkunden zu.11 Die ungesunde Lage in Art nöthigte ihn den Aufenthalt zu verlassen, und er hoffte die angegriffene Gesundheit in Muri, wie er sich in Briefen an Abt Ambros ausdrückte,12 wieder zu erlangen. Die aargauische Regierung hatte die Artigkeit, ihm vertraulich melden zu lassen, dass sie seiner Uebersiedlung nicht hinderlich sein wolle, nur werde sie jede offizielle Aeusserung über seinen Aufenthalt, um mit der Regierung von St. Gallen in keine Collisionen zu kommen, vermeiden.13 Daher sprach der Fürstabt der Regierung von Schwyz für den wohlwollenden Schutz den wärmsten Dank aus, und übersiedelte am 23. Oktober 1819 nach Muri. Der aargauischen Regierung14 gab der Fürst nachgehends zu verstehen, dass ihre Furcht wegen des Mitstandes St. Gallen nichtig sei, weil er durch die Annahme der vom Wienercongress ausgeworfenen Pension jedem Anspruch auf die Herrschaftsrechte faktisch entsagt habe. Desshalb wagte es endlich der Kleine Rath von Aarau im März 1820 ihm den Aufenthalt in Muri „auf unbestimmte Zeit“ zu bewilligen.

In Muri gewann Fürst Pankraz bald die Verehrung und Liebe Aller. Genau erfüllte er seine priesterlichen Pflichten; das anhaltende Gebet war ihm Bedürfniss; zur Erbauung des ganzen Konventes speiste er sehr oft am gewöhnlichen Konventtische und begnügte sich mit den einfachen Speisen; Wein trank er fast keinen; im Umgang war er freundlich und heiter, in den fremden Sprachen bewandert und mit einem trefflichen Gedächtnisse ausgestattet, weckte er besonders das Interesse der Gäste von nah und ferne für seine Person. Um die Zeit nützlich zu verwenden, liess er sich herbei, den jungen Mitgliedern unseres Klosters Unterricht in der Mathematik und in naturhistorischen Fächern zu ertheilen, während sein Begleiter und Sekretär, P. Columban Ferch, dem Studium der griechischen (II-389) Sprache in Muri neuen Aufschwung gab. Fürst Pankraz war überzeugt, dass der Ordensmann auch nach der Aufhebung seines Klosters der Gelübde nicht entbunden sei und „folglich die in den Händen liegenden Baarschaften nicht als sein Eigenthum betrachten, noch seinen Verwandten als Erbtheil hinterlassen dürfe“. Daher stiftete er während seines Aufenthaltes in Muri noch sieben weitere Jahrtage für die Aebte, Kapitularen und Wohlthäter des Stiftes St. Gallen in den Pfarrkirchen zu Rheinau, Porrentruy, Freiburg, Solothurn, Muri und Fischingen (später auch in Gossau und Rorschach) mit je 4200 Frk. Kapital. Im Jahre 1822 bot der edle Fürstabt auch dem Kapitel in Muri einen solchen Jahrtag an. Allein weil hiemit Almosen an die Armen verbunden waren, so wies es die Stiftung zurück und empfahl ihm dafür volkreiche Pfarreien,15 welchen Wink er dann wirklich befolgte.

Der letzte Schimmer irgend einer Hoffnung für die Wiederherstellung des Stiftes St. Gallen schien ihm noch bei der Thronbesteigung des Papstes Leo XII. zu leuchten. Als dieser aber in einem Breve vom 8. November 1823 ihm bemerkte: bereits Abgeschlossenes und in Vollziehung Begriffenes könne vom nunmehrigen. Papste nicht rückgängig gemacht werden (die Gründung des Bisthums), – so schrieb er in sein Tagebuch: „Da ich nun nach meinem 26jährigen vergeblichen Kampfe mein Stift von der ganzen Welt, auch am Ende vorn römischen Stuhle verlassen sah, betrachtete ich alle weitem Bemühungen als fruchtlos, überliess also Alles dem Herrn und fügte mich in seine unerforschlichen Urtheile.“

Die letzten Tage seines Lebens krönte Pankraz durch neue Vergabungen. Den Jesuiten übergab er ein Kapital von 16,000 Frk. mit der Verpflichtung, sie sollen „innerhalb der Schweiz“ jährlich wenigstens in zwei Orten 8 bis 9 Tage lang Missionen abhalten. Die Urkunde wurde in Muri am 27. Nov. 1825 ausgestellt.16 Ein ferneres Kapital von 5000 Gulden gab er für Stipendien für zwei Theologen aus dem Stiftslande St. Gallen (1. Aug. 1826); sie sollten aber die Studien bei den Jesuiten machen. Die Haupturkunde hiefür bekam der Bischof von Lausanne. Auch der Schuljugend der Pfarrei Muri öffnete Fürst Pankraz seine milde Hand. Zur Hebung der Sittlichkeit und Religionskenntniss und für das Rechtschreiben und Rechnen warf er im Jahre 1828 ein Kapital von 6000 Frk. aus. Vermöge dieser Stiftung sollen aus allen 6 Schulen des Kirchspieles Kinder auserlesen werden, welche dann im Monat Oktober für Erlangung der Preise in der Religionskenntniss, im Rechtschreiben (II-390) und Rechnen vor dem Bezirksschulrathe eine Prüfung zu bestehen haben; selbe werde am 16. Oktober, am Jahrestage der Aebte und Kapitularen von St. Gallen, beendigt.17

Nebst diesen Stiftungen machte der Fürstabt am 1. Juni 1821 noch folgende testamentarische Bestimmungen: Das Gotteshaus Muri sei ersucht, die drei goldenen Pektoralien und zwei Abbatialringe so lange in Verwahrung zu nehmen, bis in St. Gallen eine Abtei oder ein Bisthum („episcopatus sive sæcularis sive regularis“) errichtet sein werde, und erst alsdann die Pretiosen dem Abte oder dem Bischofe von St. Gallen als Eigenthum zu übergeben; die zwei goldenen Ordensketten „B. Virginis Maria; Annunciatæ“18 sollen verkauft, der Erlös zu vier Theilen den Pfarrern zu Wil, Rorschach, Gossau und Lichtensteig19 zur Austheilung abgeliefert werden; mehrere mathematische Instrumente (eine Erinnerung an sein Lieblingsfach), goldene und andere Uhren und Aehnliches vergabte er dem Kloster Muri, dem Orte seiner Bestattung, für die Unkosten und Exequien, mit dem ausdrücklichen Beisatze: es solle bei dem Begräbniss alles Gepränge unterbleiben und nicht mehr als bei dem Begräbniss „eines jeden Religiosen“ geschehen. Anderes von weniger Bedeutung erhielt unter freundlicher Bedachtnahme P. Columban Ferch. Die am Todestage allfällig vorhandene Baarschaft und Guthaben bestimmte der Fürst für die Hausarmen der eben genannten vier St. gallischen Pfarreien. Die Küche von Muri erhielt von ihm monatlich 80 Gulden Pflegegeld. – Im Frühjahre 1829 zeigte sich bei dem Fürstabte die Wassersucht; sie trat bald in voller Kraft auf und führte ihn allmählig der Auflösung entgegen. Das Tagebuch schrieb er eigenhändig bis zum 15. Mai. Dann enthält es Diktate des Fürsten, geschrieben von der zierlichen Hand des P. Columban bis in den Monat Juli. In diesen Tagen richtete Landammann Friedberg-Müller von St. Gallen, der dem Fürsten wegen des Stiftes so viel Herzeleid bereitet hatte, ein Versöhnungsschreiben an ihn: „Lassen sie mich nicht von hinnen scheiden“, schreibt er unter Anderm, „und scheiden auch Sie nicht von hinnen, ohne mir grossmüthig verziehen zu haben; Verschmähen Eure Hochfürstliche Gnaden die Bitte eines Mannes nicht, der die grossen Eigenschaften kennt, die er an Ihnen (II-391) zu verehren hat“. Der Bittsteller erhielt eine befriedigende Antwort; denn der Fürst war immer und namentlich in den Tagen der Krankheit in christlich versöhnlicher Stimmung. Der Tod ereilte ihn am 9. Juli 1829 in seinem 76. Altersjahre. „Ihm gebührt“, wie Baumgartner sagt, „der Ruf eines ehrenfesten, pflichttreuen, durch Frömmigkeit und milden Sinn geadelten Charakters. Pankraz war ein Regent, Abt und Priester, der keines Panegyrikers bedarf.“ Muri schätzte sich glücklich, ihm fast 10 Jahre innerhalb seiner Mauern ein Asyl gewährt zu haben, und seine irdischen Ueberreste in der Klosterkirche (12. Juli) beisetzen zu können. Die Regierung von Aarau ehrte ihn während seiner Krankheit durch ein Beileidschreiben und nach seinem Tode durch eine Abordnung zu seiner Begräbniss. P. Columban Ferch setzte dem Verstorbenen in der Klosterkirche in Muri eine einfache Gedenktafel, die in kurzen Worten erinnert: Pankraz sei zwar der letzte in der Reihenfolge der Aebte von St. Gallen gewesen, aber einer der Ersten an Verdiensten, ein muthiger und beharrlicher Verfechter der Kirche und Klöster.20

P. Columban, dieser treueste der Treuen, blieb noch ferner im Gotteshause Muri und folgte im April 1834 dem Fürsten in's Grab. Beide waren würdige Söhne des hl. Benedikt; sie hatten auf die innere Ordnung und Zucht des Muri-Klosters förderlich eingewirkt. Aber auch der Muri-Konvent gereichte jenen zur Erbauung; denn die zwei Dekane P. Basilius Hausherr (1810-1825) und P. Bonaventura Weissenbach (1825 bis 31. Mai 1845) waren ebenso erfahren in den Geschäften wie in der Leitung der Seelen. Diese wussten mit Liebe und Ernst einen Konvent heranzubilden, der in der genauen Beobachtung der klösterlichen Satzungen, in der Reinheit der Sitten, in dem wissenschaftlichen Streben und in der Bescheidenheit nichts zu wünschen übrig Iiess. Das, wie auch der prachtvolle Gottesdienst und der herrliche Choralgesang, vorgetragen von reinen und kräftigen Stimmen, vermochte besonders den edlen Fürsten von St. Gallen in Muri zu fesseln.

Abt Ambros bezeichnete in seinen vielen und gediegenen Vorträgen an die Kapitularen den Chorbesuch als die Hauptpflicht eines Muri-Religiosen, nicht bloss desshalb, weil die Priesterwürde sie ihm auf erlegt, sondern weil auch die Stiftung ihn dazu verhält. In zweiter Linie war er bestrebt. seinen Mitbrüdern den Geist der Abtödtung und Selbstverläugnung zur Kräftigung des religiösen Lebens einzupflanzen.21 Der Genuss von (II-392) Speisen oder von Wein war ausser bei den gewöhnlichen Mahlzeiten, zumal an den Fasttagen, streng untersagt. Nur zweimal im Tage wurde dem Leibe eine Erquickung gegönnt; wer eines Frühstückes bedurfte, musste jedesmal den Dekan darum bitten. War ein Fasttag, so wurde nur eine Suppe, wenige Früchte und ein wenig Wein mit Brod um 5 Uhr Abends aufgetischt; dann folgte die Complet, um 12 Uhr in der Nacht waren die Mette und Laudes, die bis 1 ½ Uhr dauerten, um 5 in der Frühe begannen die geistlichen Uebungen, die gesungenen Horen, dann musizirtes Konventamt oder auch, wenn Seelengottesdienst, zwei Aemter, inzwischen hinein Unterricht in den Schulen und erst nach diesen, oft sehr anstrengenden Arbeiten konnte der schreiende Hunger durch ein einfaches Mittagmahl gestillt werden. Das war die Lebensweise der Kapitularen in Muri, und dennoch bezeichnete man sie im Lager derjenigen, welche die Klöster beseitigt wissen wollten, als Taugenichtse, Schlemmer und Volltrinker. Der Schreiber dieser Zeilen schätzt sich glücklich, mehrere dieser in der alten strengen Disciplin ergrauten Männer persönlich gekannt zu haben; sie sahen Kriegern gleich, die abgehärtet in ihrer Jugend, noch im 70. und 80. Lebensjahre die Amtspflichten eines Seelsorgers etc. zu voller Zufriedenheit erfüllten.22

Unter dem apostolischen Generalvikar Göldlin von Tiefenau, der zugleich Muri gegenüber das Commissariatsamt in eigener Person versah, erfreute sich Abt Ambros des vollen kirchlichen Schutzes. Doch allzufrüh für die katholische Schweiz (16. Sept. 1819) schied der edle Generalvikar aus dem irdischen Leben. Schon während der kurzen Zeit seiner Regierung wusste er dem Weltklerus eine bessere Auffassung seines Standes und hohen Berufes beizubringen.

Rom übertrug (9. Okt. 1819) nach dessen Tode das Oberhirtenamt über die vom Bisthume Constanz abgetretenen Schweizerkantone provisorisch dem Fürstbischofe von Chur, Karl Rudolf Graf von Buol-Schauenstein, der ausgedehnte Vollmachten erhielt. Muri setzte sich sofort mit dieser rechtmässigen kirchlichen Behörde in Verbindung, bei der es bis zur Neubelebung des Bisthums Basel in Solothurn (1828) verblieb. Die Regierung des Kantons Aargau versagte Karl Rudolf die Anerkennung und wollte die Katholiken des Kantons provisorisch wieder unter Constanz gestellt wissen. Dadurch entstanden Hemmungen in dem kirchlichen Geschäftsgange, Beunruhigung (II-393) der Gewissen und Gefahren für die katholische Geistlichkeit. Allein diese ermannte sich bald, trat entschieden mit dem Administrator, dem Fürstbischof in Chur, in Verbindung, empfing von ihm die kirchlichen Verordnungen und Erlasse (Fastenmandate etc.) und las selbe, bloss den Namen des unterzeichneten Bischofes weglassend, öfters dem Volke auf der Kanzel vor; denn damals bestund noch kein Placetgesetz, kraft dessen man die Mittheilung eines bischöflichen Schreibens als Staatsverbrechen hätte taxiren können.23

Während St. Gallen durch die päpstliche Bulle (23. Juli 1823) nach Austausch mannigfaltiger Meinungen ein eigenes Bisthum erlangt hatte, dasselbe aber als Doppelbisthum mit dem von Chur vorläufig vereinigt wurde; so waren die Bestrebungen der übrigen Kantone, wozu auch Aargau gehörte, noch zu keinem Resultate gelangt. Aeussere und innere Zerwürfnisse hatten das alte Bisthum Basel dem Untergange nahe gebracht, Bei dem Wienercongresse (20. März 1815) trat Fürstbischof Franz Xaver Freiherr von Neveu die ehemaligen bischöflich-basel'schen Lande den Kantonen Bern und Basel gegen eine entsprechende Entschädigung ab. Diesem wurde 1820 Viktor Anton von Glutz-Ruchti, Propst am St. Ursenstift in Solothurn, als Coadjutor beigegeben. Abt Ambros von Muri assistirte bei dessen Consekration. Nach Viktor Anton's Tode (9. Okt. 1824) begannen die Verhandlungen neuerdings. Bern, Luzern, Solothurn und Aargau vereinigten sich 1827 und baten um Wiederbelebung des Bisthums Basel. Darüber wurde ein Concordat abgeschlossen, welchem bald nebst Basel auch Zug und Thurgau beitraten. Der Grosse Rath der genannten Kantone genehmigte gleichfalls nach hitzigen Kämpfen das Concordat; im Kanton Aargau dagegen wurde es am 13. Februar 1828 verworfen. Die Hauptredner gegen dasselbe wurden nach der Sitzung von der protestantischen Masse bejubelt und in ihre Wohnungen begleitet, Freilich hatte der Broschüren-Regen; der reichlich auf die schweizerischen Gaue fiel,24 den irrigen Grundsatz verbreitet: neben den Staatsgesetzen könne kein besonderes Recht, am allerwenigsten für die katholische Kirche, bestehen. Jeder reformirte Dorfbube glaubte daher als Richter über die katholische Kirche auftreten zu müssen. Das Kloster Muri hielt sich in dieser Angelegenheit ganz neutral. Allein die Voraussetzung, dass Muri entschieden katholisch denke und seine Ansichten bezüglich der kirchlichen (II-394) Rechte nicht mit den Protestanten theile, genügte, dasselbe in den Zeitungen verläumderisch anzugreifen. P. Meinrad Bloch war daher genöthigt, die Ehre des Klosters in Zeitschriften zu vertheidigen. Im Jahre 1828 schrieb er einem Freunds:25 „Schon letztes Jahr hat man Muri angeschuldigt, als wenn es die Verbindung Aargau's mit dem Basler Bisthume verhindern wollte. Wir haben geradezu widersprochen“.

Das katholische Volk empfand die Kränkung der Andersgläubigen in Aarau tief, blieb jedoch ruhig; allein die Behörde hatte bei ihm das Zutrauen eingebüsst, Rom wünschte das uralte Bisthum Basel neu zu beleben.

Bereits hatten sich am 26. März 1828 wieder vier Stände (Luzern, Bern, Zug und Solothurn) für die Uebereinkunft ausgesprochen und Papst Leo XII. umschrieb und erneuerte das Bisthum Basel am 7. Mai gleichen Jahres durch eine Bulle. Das neu constituirte Domkapitel, aus 21 Kanonikern und 3 Dignitären bestehend,26 versammelte sich am 10. Dezember in Solothurn zur Wahl eines Bischofs. Sie fiel auf den am 31. Aug. 1823 von der Nuntiatur aufgestellten bischöflichen Administrator, Josef Anton Salzmann, Propst zu St. Leodegar in Luzern. Aargau erklärte endlich, von äussern Umständen genöthigt, im September 1829 seinen Beitritt zum Bisthume. Die bezügliche Nachtragsbulle des Papstes vom 23. März 1830 wurde in der bischöflichen Kathedrale zu Solothurn am 30. Mai und in allen katholischen Pfarrkirchen des Kantons Aargau am 6. Juni 1830 verkündet.27

Muri sandte dem neuen Bischofe von Basel eine herzliche Gratulation. Dieser antwortete in gedrückter Stimmung (29. Jänner 1829) und bittet den Konvent im Hinblicke auf die bevorstehenden Schwierigkeiten dringlich um sein Gebet.

In der Handhabung der Collaturrechte entwickelte Abt Ambros, besonders in den ersten Jahren seiner Regierung grosse Thatkraft. Jodok Anton Hausherr, Bruder des P. Basilius Hausherr und Mitglied der Gesellschaft Jesu, hatte die Pfarrei Wohlen bereits 31 Jahre mit voller Anerkennung inne gehabt. Im. Herbst 1816 stellte er diese dem Collator, dem Abte und Konvente von Muri, wieder zurück, um seinem hergestellten Orden die letzten Kräfte des Lebens zu widmen, 1 (II-395) Abt Ambros war am 12. November in Aarau und meldete mehreren Mitgliedern der Regierung die Vakatur der Pfarrei Wohlen, wie auch seinen Entschluss, diese mit einem Mitgliede aus seinem Konvente zu besetzen. Nach seiner Heimkehr ernannte er bald P. Bonaventura Weissenbach als Pfarrer, zeigte dessen Ernennung am 25. November der Regierung an, indem er zugleich eine Abschrift von der Urkunde wegen Umwandlung der Muri-Collaturen Wohlen und Eggenwil in Regularpfründen vom Jahre 1808 beilegte und bis zum 8. Dezember eine Antwort von der Hauptstadt erwartete. Diese kam nicht und so liess der Abt durch P. Bonaventura am Feste der unbefleckten Empfängniss Mariä den Gottesdienst in Wohlen abhalten. Ueber den 15. Dezember durfte er die Installirung des neuen Pfarrers wegen einer bischöflichen Verordnung nicht hinausschieben. Er nahm sie daher an diesem Tage selbst vor und erfreute die Pfarrgenossen mit einer Predigt. Beim Mittagsmahle fehlte der Bezirksamtmann als Vertreter der Regierung und zugleich das staatliche Anerkennungsdekret für P. Bonaventura. Erst am 23. Jänner des folgenden Jahres antwortete diese dem Abte, indem sie ihre Missbilligung darüber kund gab, dass P. Bonaventura als Pfarrer von Wohlen eingesetzt worden sei, bevor sie sich über dessen Anerkennung ausgesprochen hätte, auch beschwerte sie sich, dass die Urkunde wegen der Regularisierung oben genannter zwei Pfarreien erst jetzt ihr eingesandt worden sei. Schliesslich anerkannte sie zwar P. Bonaventura als Pfarrverweser, verlangte aber von Muri, dass a) laut Concordat ihr eine spezifizirte Inventur vom Pfarreinkommen mitgetheilt werde, b) dass der Pfarrverweser den allgemeinen Diöcesanstatuten und Verfügungen des bischöflichen Ordinariats unterworfen sei, c) dass diese Pfarrvikare nicht zu oft und willkührlich gewechselt werden sollen; daher seien die Gründe bei einem künftig vorzunehmenden Wechsel der Regierung anzuzeigen, d) dass die neu eintretenden Vikare die staatliche Anerkennung einzuholen haben. – Diesem Schreiben gemäss reichte Muri eine spezifizirte Inventur beider Pfarreien ein, entschuldigte sich wegen der nicht eingereichten Urkunde vom Jahre 1808, setzte die Bedeutung der Inkorporation und Regularisation auseinander, ersuchte die Regierung, vom Begehren, die Gründe der Abrufung eines jeweiligen Vikars zu vernehmen, abzustehen, indem der Abt als Familienhaupt (II-396) nicht gerne Andern innere Angelegenheiten mittheile und nicht einmal der Bischof solches verlange, und setzte endlich den Thatbestand von der Installation P. Bonaventura's als Vikar in Wohlen in's Klare. Die Regierung zeigte sich hiemit zufrieden.

Die Kirchgenossen von Wohlen richteten dasselbe Jahr an den Abt Ambros die Bitte, er möge ihnen aus seinem Konvente zugleich einen Frühmesser geben, indem sie eine angemessene Entschädigung für ihn in Aussicht stellten. Bei der öffentlichen Kirchgemeinde wurde über die Frage abgestimmt, ob man einen Weltpriester oder einen Kapitularen aus Muri als Frühmesser wolle; Alle stimmten (193 Votanten) für einen Kapitularen aus Muri.28

Die Bitte fand Erhörung. Nach getroffenem Uebereinkommen ging ein Kapitular des Klosters am Vorabende der Sonn- und Festtage nach Wohlen, las die Frühmesse , und leistete dem Pfarrer im Beichtstuhle und auf der Kanzel Aushilfe. Nach der Klosteraufhebung (1841) blieb dieser Frühmessen ständig beim Pfarrer, bis unter Pfarrer Brunner (1855-1861) der letzte Frühmesser vom Kloster Muri, P. Nikolaus Kopp, den Pfarrhof verlassen und ein Quartier bei einem Privaten im Dorfe suchen musste, wo er allgemein geachtet, am 18. November 1870 aus dem Zeitlichen schied. Als letzter Pfarrer kam aus dem Kloster Muri 1825 nach Wohlen der geistreiche in Schrift und Rede gewandte P. Josef Keller, der am 21. April 1854, tief betrauert von der Pfarrei, zur Anschauung Gottes gelangte.

Wie die Kirchgenossen von Wohlen wünschten auch die von Boswil einen Frühmesser aus dem Kloster, und der für das Wohl der Gläubigen besorgte Abt gewährte ihnen gleichfalls die Bitte. Dieser Frühmesser blieb nach der Klosteraufhebung ebenfalls im Pfarrhofe, den er jedoch nie zu verlassen genöthigt war, weil stets ein Mitbruder aus dem Kloster Muri bis auf den heutigen Tag die Pfarrei inne hatte.

In Sursee und andern zu Muri gehörigen Collaturen musste das Einkommen wegen der veränderten Zeitverhältnisse und der Zehntenablösung vom Kloster Muri erhöht werden.

Wenden wir uns jetzt zur Oekonomie, der Abt Ambros ebenfalls grosse Sorgfalt zuwandte. In selbe griff er kräftiger ein, als sein Vorgänger. Oft fuhr er, einzig vom Wagenlenker begleitet, in die entferntesten Muribesitzungen, ordnete und leitete die Angelegenheiten persönlich zum Wohle des Klosters. Die Nachlässigkeit der Arbeiter, die er häutig unerwartet besuchte, rügte er streng. P. Leodegar Schmid, der seine Thätigkeit in der. Oekonomie schildert, bittet Gott um den Segen (II-397) für seine Mühe.29 Zinsen, die längere Zeit versiegt waren, machte der Abt wieder flüssig, und das badische Kapital von 2000 Louisd'or rettete er grösstentheils. Den Streit mit dem Fürsten von Sigmaringen setzte er mit Beharrlichkeit fort und brachte ihn, indem er 70,000 Gulden aus dem Verluste der deutschen Herrschaften rettete, im Jahre 1830 zum Abschlusse.30

Bei all' dieser Sorgfalt für die Oekonomie vergass er die Pflicht eines gütigen Vaters gegen die Armen nicht; der wahren Noth öffnete er grossmüthig seine milde Hand. Während der Hungersnoth vom Jahre 1817 fassten arme Familienväter vom nahen protestantischen Dorfe Ottenbach im Kanton Zürich den Entschluss, vom Kloster Muri Lebensmittel zu kaufen. Mit Säcken und dem letzten Sparpfennig kamen sie zu dem Abte, erzählten ihm und dem Oekonom treuherzig ihre Noth und legten das Geld auf den Tisch. Der Abt lies die Säcke mit Korn füllen und befahl zugleich, das Geld ihnen zuzustellen.31

Das heranrückende Greisenalter und die gewitterschwangern Wolken, die immer drohender für die Kirche am politischen Himmel heraufzogen, machten den Abt Ambros bedachtsamer, so dass seine Entschlüsse oft nur langsam zur Reife kamen. Nun kam die Zeit der Stürme und Kämpfe in der Schweiz.


  1. Arch. Muri in Gries A. I. IV.

  2. Staatsschreiber Kasthofer quittirte am 14. März 1817.

  3. Johann Ziegler, Pfarrer von Oensingen, bezeugt am 29. Apr. 1790, dass „Bloch von gutem Geschlechte … abstamme“.

  4. Die Verbesserung des schon vorhandenen Bücherkatalogs beschäftigte P. Ambros im Kloster bis zum 22. Febr. 1805.

  5. Trauerrede auf Bernard III. (Mayer), Abt von Rheinau, † am 4. Okt. 1805 (Arch. Muri in Gries A. I. III.).

  6. Codex 1, 108 und 109, Biblioth. in Gries.

  7. Arch. Muri in Gries.

  8. „Paternitati Vestnræ“, schreibt sie, „gratissimum benevolentiæ testimonium erga Societatem ejusque studia lætabundi recognovimus. Neque etiam aliter potuit exspectari ab incliti cœtus Vestri prona in litteras voluntate, sacri ordinis Vestri nobilissimo ac singulari quodam peculeo per tot sæculorum decursus rerumque vicissitudines atque adeo atrocissimas temporum injurias integerrime servato“ (Arch. Muri in Gries A. I. IV, 10).

  9. Arch. Muri in Gries A. IV.; Baumgartner, Gesch. des Kt. St. Gallen, Bd. II., 498 ff.

  10. Arch. Muri in Gries.

  11. Weil Freiburg die Stiftung zurückwies, so erhielten Sarnen und Stans in Unterwalden ebenfalls je ein besonderes Stiftungskapital.

  12. Art, 29. Sept. 1819 etc. (Arch. Muri in Gries A. IV. III).

  13. Arch. Muri in Gries (Tagebuch P. L. Schmid's).

  14. Sie hatte sich in einem Schreiben vom 22. Nov. 1819 an Abt Ambros wegen dieser Uebersiedlung formell etwas ungehalten gezeigt (Arch. Muri in Gries).

  15. Acta Capituli.

  16. Baumgartner, Geschichte des Kts. St. Gallen II., 522 ff.

  17. Diese Prüfungen werden seit 1844 im Frühlinge vorgenommen. Der Bezirksschulrath erhielt damals für die Abnahme der Prüfungen 40 Frk.; 216 Frk. waren für die Preise der Kinder bestimmt.

  18. Diese gaben die Könige von Sardinien seit 1686 dem jeweiligen Abte von St. Gallen.

  19. Die Hälfte des lichtensteigerischen Antheils sollen die dortigen reformirten Hausarmen bekommen.

  20. „Serie omnium (abbatum) Ultimus, meritis assecutus primos, streuuus et constans Ecclesiæ et monasteriorum suorum defensor.“

  21. Acta Capituli.

  22. P. Maurus Köpfli († am 9. Sept. 1883) war Pfarrer bis zu seinem 82. Altersjahre in Boswil, und P. Gregor Meng fungirte als Dekan des Landkapitels Mellingen und Kaplan in Villmergen († 25. Jän. 1885) bis in das 86. Altersjahr u. s. A.

  23. Vgl. Frid. Hurter, Befeindung der kathol. Kirche, S. 47 ff.

  24. Solche sind: „Auch etwas über die Kirchengüter und über die Verhältnisse geistlicher Personen und Sachen“ etc.; ferner: „Verhältnisse der katholischen Kirche zu den schweizerischen Regierungen“, Zürich, 1828.

  25. Arch. Muri in Gries A. IV. II.

  26. Tüb. Q.-Schr., J. 1828, S. 556-568.

  27. Urkk. zur Gesch. des reorganisirten Bisthums Basel, Aarau bei Christen 1847; Aargauische Gesetz-Sammlung Bd. II., 613-656; Joh. Huber, Gesch. des Stiftes Zurzach, S. 213-215; Hurter, Befeindung der kath. Kirche, S. 47 ff.

  28. Arch. Muri in Gries A. III. VI.

  29. Arch. Muri in Gries, Tagebuch.

  30. S. oben S.348 ff.

  31. Mündliche und schriftliche Mittheilungen. Die vielen Wohlthaten, die Abt Ambros spendete, kamen selten zur Kenntnis seiner Umgebung.